Versteigerung beim Spritzenfest in Neuensalz

Die 7. Auflage der mehrtägigen Feuerwehr-Gaudi ging am Wochenende über die Bühne. Dabei jagte ein Höhepunkt den nächsten. Und die Kameraden ließen nix anbrennen.

Neuensalz.

"Zum Ersten, zum Zweiten und zum ..." - noch bevor Kult-Auktionator Frank Wunderlich die dritte Zahl und damit das Ende der aktuellen Versteigerung verkünden kann, mischt sich Gerd Sobotka ein. Er bietet mehr. Ist ja schließlich sein Pullover. Am Himmelfahrtstag hat der Neuensalzer Feuerwehr-Veteran das gute Stück im Festzelt vergessen. Jetzt will er es wiederhaben, wenn's sein muss, indem er das Teil noch einmal bezahlt.

Das verloren geglaubte Kleidungsstück war einer von rund 50 Artikeln, die während des 7. Spritzenfestes unter den Hammer kamen. Und der Erlös - etwa 400 Euro - soll zu gleichen Teilen den jüngsten Neuensalzern zugute kommen, den Steppkes im Kindergarten Grashüpfer sowie den Mädchen und Jungen der Talsperrenschule in Thossfell. Die Kinder hatten am Samstagnachmittag ein tolles Programm auf die Beine gestellt. "Die Kleineren hatten sich im Stil der 70er und 80er Jahre verkleidet, und die Großen führten ihre 'Weltreise' auf", erzählt Mitorganisator Matthias Sommer.

Gemeinsam mit dem Neuensalzer Wehrleiter Steffen Thiel organisiert er seit 2005 das beliebte Fest auf dem Gelände der Floriansjünger am Genossenschaftsweg. Alle 27 Kameraden sind dabei auf den Beinen und die Ehefrauen. Allein 200 Rouladen sind gestern zum zünftigen vogtländischen Mittagstisch wieder gefüllt und gerollt worden. Ein Kraftakt, aber die Veranstalter wissen, wofür sie die Strapazen auf sich nehmen - für eine lebendige Dorfgemeinschaft. "Es ist wirklich beispielhaft, was hier auf die Beine gestellt wird", lobt zum Beispiel auch Alt-Feuerwehrmann Gerd Sobotka, selbst ein aktiver Einwohner. Am Jahresende ist er als freundlicher Weihnachtsmann in der Gemeinde unterwegs.

Beim Schauwettkampf der acht befreundeten Wehren - Neuensalz, Gansgrün, Zobes, Mechelgrün, Großfriesen, Theuma, Thossfell und Limbach - erlebte die Stimmung gestern Vormittag nochmals ihren Höhepunkt. Unter Moderation von Heiko "Alwin" Rink aus "Deime" ließen die Männer nix anbrennen. Die Ergebnisse lagen dicht beieinander, wobei die Gastgeber bei Sirenengeheul und Extremhitze zum wiederholten Mal einen Sieg einfuhren.

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