Vogtländer gestalten VIP-Zone für Auer Stadion

Für Fans des FCE gehören Fußball und Bergbautradition zusammen. Die Arbeit unter Tage war jetzt Motiv für einen Maler.

Plauen/Aue.

Am morgigen Sonntag zum ersten Heimspiel des FC Erzgebirge Aue in der neuen Saison erwartet die Gäste im Foyer der VIP-Zone des Erzgebirgsstadions eine Überraschung. Zu beiden Seiten des Eingangs sind dort Bilder zu sehen. Geschaffen haben sie Bernd Erdmann aus Weischlitz und Dirk Söllner aus Limbach.

Erdmann ist seit vielen Jahren Fan und Sponsor des FCE. Normalerweise baut er mit seinem Unternehmen Sauna- und Wellnessbereiche auf Yachten, in Luxushotels oder in Sportstätten, zu einem großen Teil auch in fernen Ländern. Auch für den Saunabereich im Auer Stadion zeichnet der Weischlitzer verantwortlich. Die Idee für die neue Gestaltung im VIP-Bereich stammt von ihm. "Er zollt damit einerseits der Arbeit der Bergleute unter Tage und andererseits dem Siegeswillen des Vereins Respekt", erklärt Tochter Nicole Erdmann. Sie hat gemeinsam mit ihrem Vater die Geschäftsleitung inne. "Mein Vater musste in seinem Leben auch um vieles hart kämpfen." Auf dem einen Bild treibt ein Hauer den Presslufthammer ins Gestein. Auf dem anderen machen die Männer Pause und freuen sich über die Stadionkarten, die ein Kumpel besorgt hat. Alle tragen - natürlich - Helme in Lila mit den gekreuzten Hammer und Schlägel darauf. Die Malerei von Dirk Söllner in Acryl ist angelehnt an verschiedene historische Fotos und eingebettet in Kunstfelsen, was sie dreidimensional erscheinen lässt. Auf den Kunstfelsen sind Hammer und Grubenlampen drapiert. Selbst ein Grubentelefon hat Bernd Erdmann organisiert. Wer den Deckel von der Wählscheibe hochklappt, liest darunter: "Notruf Helge!" "Ein guter Draht zum Chef ist doch immer gut", findet Nicole Erdmann. Der Vereinspräsident soll herzhaft gelacht haben, als ihm das gezeigt wurde. "Der FCE ist ein besonderer Verein, der uns sehr am Herzen liegt", sagt die Unternehmertochter. Weitere Arbeiten im Stadion sollen übrigens folgen - was konkret, das wollen die Weischlitzer noch nicht verraten.

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