Weischlitz ehrt Lehrerin mit Ehrennadel

Nach 40 Jahren im Beruf ist Lehrerin Heidemarie Wild nun im Vorruhestand. Warum sie mit einem guten Gefühl die Oberschule verließ.

Weischlitz.

Vier Jahrzehnte Schuldienst mit Umbrüchen und immer wieder neuen Herausforderungen liegen hinter ihr. Nun ist Heidemarie Wild in den Vorruhestand verabschiedet worden. Zuletzt arbeitete sie als Englisch- und Geschichtslehrerin an der Oberschule Weischlitz und war dort stellvertretende Schulleiterin.

Zur jüngsten Gemeinderatssitzung wurde die 63-Jährige vom Weischlitzer Bürgermeister Steffen Raab mit der silbernen Ehrennadel der Gemeinde ausgezeichnet. Die Ehrung bedeute ihr viel. "Es ist schön, dass meine Arbeit so gewürdigt wird." Mit dem guten Gefühl, vieles richtig gemacht zu haben, falle ihr der Abschied vom Lehrerberuf leichter. "Es war eine schöne Zeit mit Höhen und Tiefen."


Vor dem Wechsel nach Weischlitz im Jahr 2002 unterrichtete die Pädagogin viele Jahre an der Neundorfer Schule. Zur Weischlitzer Schulleiterin Christine Hofmann hatte die Vorruheständlerin einen besonders guten Draht. "Unsere Zusammenarbeit war wunderbar", blickte sie auf eine bewegte Zeit zurück. In den ersten Jahren ihres Wirkens in Weischlitz musste der Anbau und die Sanierung der Schule mit den Unterrichtsabläufen koordiniert werden. Als stellvertretende Schulleiterin war sie bis zuletzt für die gesamte Unterrichts- und Vertretungsplanung sowie für die Weiterbildung der Kollegen verantwortlich. Ihre Chefin konnte sich blind auf sie verlassen. "Von Anfang an war die Akzeptanz bei Schülern, Eltern und Lehrern da."

Das Unterrichtspensum war enorm. In einem Schuljahr unterrichtete die in Rößnitz wohnende Lehrerin meistens vier Englisch- und zwei Geschichtsklassen.

Dem neuen Lebensabschnitt sieht Heidemarie Wild gelassen entgegen. So richtig angekommen scheint das bei ihr noch nicht. "Ich muss mich erst einmal orientieren." Mit Haus und Garten werde es ihr bestimmt nicht langweilig werden. Und dann gibt es noch jede Menge Reisepläne. Diesbezüglich spielt Christine Hofmann wieder eine Rolle. Längst sind aus den langjährigen Arbeitskollegen Freundinnen geworden.

Als neue Stellvertreterin der Schulleiterin ist Cornelia Zenner, die Frau des Plauener Sozialbürgermeisters Steffen Zenner, eingesetzt.

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