Weischlitzer Gemeinderat schrumpft von 30 auf 18 Mitglieder

Wahlen 2019 Bürgermeister Steffen Raab wird nach der Wahl einem stark verkleinerten Rat gegenüberstehen. Schon jetzt steht fest, dass altbekannte Gesichter fehlen werden.

Weischlitz.

Der Countdown zu den Kommunalwahlen läuft. Am 26. Mai werden in Weischlitz 18 Gemeinderäte neu gewählt. Bürgermeister Steffen Raab (Freie Wähler Weischlitz) spricht von einem wahren Wahlmarathon. Die Stimmen werden in 20 Wahlbezirken ausgezählt. Nach Informationen des Rathaus-Chefs sind rund 150 Wahlhelfer im Einsatz. Für die Verwaltungs-Mitarbeiter gilt Urlaubssperre.

Aufgrund der Eingliederung von Reuth nach Weischlitz besteht der Gemeinderat seit Januar 2017 aus 30 Räten. In den zurückliegenden zweieinhalb Jahren fanden die Sitzungen in der geräumigen Weischlitzer Südscheune statt. Letztmalig tagen die Räte in dieser Zusammensetzung im Juni dieses Jahres. In der neuen Legislaturperiode treffen sich die Gemeindevertreter zu den Ratssitzungen voraussichtlich wieder im Weischlitzer Rathaus.


Insgesamt 40 Kandidaten treten zur Gemeinderatswahl an. Die meisten Bewerber stellen die Freien Wähler Weischlitz (FWW). Sie schicken 26 Vertreter - darunter auch Bürgermeister Steffen Raab - ins Rennen. Einige von ihnen stammen aus den ehemaligen eigenständigen Gemeinden Reuth und Burgstein.

Auf dem Wahlzettel stehen noch zwei weitere freie Wählervereinigungen. Die "Kürbitzer Wähler" stellen sechs Bewerber. Um Gemeinderatssitze kämpft erstmals die Wählervereinigung "Reuther Linde", die fünf Kandidaten auf der Liste stehen hat. Das Trio Nico Kelz, Maureen Rost und Daniela Witt engagierte sich bereits vor der Eingliederung nach Weischlitz im Gemeinderat Reuth.

Mit Uta Böddiker und Klaus Bachmann wollen zwei SPD-Vertreter in den Gemeinderat gewählt werden. Beide haben ihren Wohnsitz in Kürbitz. Pierre Just aus Großzöbern kandidiert für Die Linke.

Bekannte Gesichter des Gremiums werden künftig fehlen. Die Weischlitzer Heiko Sünderhauf und Klaus Winkler (beide FWW) stellen sich nach mehreren Legislaturperioden nicht mehr zur Wahl. Das trifft auch auf den ehemaligen Weischlitzer Bürgermeister Uwe Müller und ebenso auf den Kürbitzer Ralf Reichmann (beide FWW) zu.

Gewählt werden am 26. Mai auch Ortschaftsräte. Entgegen dem Trend in Sachsen hat die Gemeinde Weischlitz vergleichsweise viele. Die Wähler können in 18 Ortsteilen ihre Favoriten ankreuzen. In jedem Ort sollen künftig drei Ortschaftsräte ihre Arbeit aufnehmen. Eine Ausnahme bildet Kürbitz. Weil dort mehr als 600 Einwohner leben, sind im größten Weischlitzer Ortsteil fünf Räte vorgesehen. In Grobau wurde kein Wahlvorschlag eingereicht. Der langjährige Ortschef Wolfgang Sörgel will das Amt aus Altersgründen nicht mehr ausüben. Dennoch haben die Bürger die Möglichkeit, ihre Wunschkandidaten für den Ortschaftsrat auf den Stimmzettel zu schreiben.

Als Ortsvorsteher verabschieden sich Gert Nürnberger (Pirk), Timo Flämming (Geilsdorf), Friedhold Morgner (Reuth) und Robert Degenkolb (Tobertitz). Sie stellen sich nicht mehr zur Wahl.

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