Wie viel Feuerwehr kann sich Theuma leisten?

Um die Frage, ob das neue Feuerwehrdepot zwei oder drei Torausfahrten bekommt, ist eine heiße Diskussion entbrannt. Es geht ums Geld.

Theuma.

Eines steht fest: Theuma muss viel Geld für den Nachfolger des ausgedienten Feuerwehr-Gerätehauses in die Hand nehmen. Aber wie viel ist zu viel, und was wird tatsächlich gebraucht? Zwei oder drei Torausfahrten mit den dazugehörigen Fahrzeug-Stellplätzen? Darüber hat sich der Gemeinderat am Montagabend intensiv ausgetauscht. Erst hinter verschlossener Tür und später im öffentlichen Teil.

Mitte Januar hatte sich das Landratsamt mit dem Depotneubau an der Gartenstraße in Sportplatznähe einverstanden erklärt - aber auch Auflagen erteilt. Zum einen müssten Naturschutzbelange berücksichtigt werden. Zum anderen sei einer platzsparenden Bauweise Vorrang zu geben. In der gemeindlichen Anfrage an die Kreisverwaltung waren zwei Ausfahrten favorisiert worden. Bürgermeister Ulrich Sörgel (SPD) hatte sich dafür ausgesprochen, so wenig wie möglich Fläche zu versiegeln. Uwe Riedel (Initiative für Theuma) legte damals nahe, dennoch weiterzudenken und die Drei-Tore-Option nicht zu den Akten zu legen. Das sieht auch sein Ratskollege Tom Güne (Feuerwehr) so.

800.000 Euro legt die Gemeinde für das Mammutprojekt zur Seite. Damit lässt sich zumindest die erste Variante bewerkstelligen. Ein Gutachter legte jetzt Berechnungen vor. Demnach werden für zwei Torausfahrten 1,2 Millionen Euro fällig. Abzüglich Förderung muss Theuma 770.000 Euro Eigenmittel aufbringen. Im Falle von drei Stellplätzen steigen die Kosten auf 1,6 Millionen Euro und 950.000 Euro Eigenanteil. Zur nächsten Sitzung Ende Oktober wird der beauftragte Gutachter öffentlich Rede und Antwort stehen.

Ulrich Sörgel blieb seinem Standpunkt treu: "Ich bin der Meinung, zwei Stellplätze sind für uns ausreichend." Mehr sei finanziell nicht machbar und ein "größerer Bevölkerungszuwachs in Theuma nicht zu erwarten". Man werde immer um die 1000 Einwohner haben.

Ein Antrag auf Fördermittel ist noch nicht gestellt und die Frist läuft bereits am 30. Oktober ab. Tom Güne und Ulrich Riedel (Freiwillige Feuerwehr) pochten darauf, rasch einen Antrag zu stellen. Und zwar mit drei Toren, sagte Güne. Zur Kostenbewältigung machte Riedel den Vorschlag, Unternehmen als Sponsoren zu gewinnen, da die Wehr Aufgaben zum Wohl der Gemeinde wahrnehme.

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