Ein gewichtiges Mysterium

Zwei Briefbeschwerer sind die Objekte des Monats in den Zwickauer Priesterhäusern. Einer der beiden gibt den Fachleuten Rätsel auf.

Zwickau.

Wie aus einem Guss: So präsentiert sich das Objekt des Monats im Zwickauer Museum Priesterhäuser. Genaugenommen sind es zwei Objekte, die nun zu sehen sind: Passend zur aktuellen Sonderausstellung über die Königin Marienhütte werden zwei Briefbeschwerer ausgestellt. Sie gehörten nicht zur eigentlichen Produktpalette des Eisenwerks. Museumsmitarbeiter Daniel Jakob stellt sie sich eher als die Werbegeschenke der damaligen Zeit vor.

Eines der beiden schwergewichtigen Rechtecke repräsentiert Waldenburg und ist auch eine Leihgabe von dort. Das zweite Schaustück erklärt sich allerdings nicht selbst. Es trägt zum einen die Jahreszahl 1834. "Zu dieser Zeit gab es das Werk noch nicht", sagt Jakob. Beschriftet ist der Briefbeschwerer zudem mit den Worten "Bergstadt Brand". Auch das ist auf den ersten Blick unverständlich, aber zusammen mit der Jahreszahl sieht der Fachmann einen Sinn: "1834 bekam Brand - heute Brand-Erbisdorf - das Stadtrecht. Möglicherweise entstand der Briefbeschwerer zu einem Jubiläum." Damit ist das Geheimnis aber noch immer nicht gelüftet. Denn zu sehen ist auch das Wappen von Planitz. Was beide Orte miteinander verbindet, dazu gibt es noch keine Idee. Ebenso wenig wie der Makel, der dem Wappen anhaftet. Denn dargestellt sind über dem Bienenkorb zehn Bienen. Eigentlich sollten es nur neun sein.

Daniel Jakob ist gespannt: Vielleicht hilft ja ein Besucher der Ausstellung, das Geheimnis zu lüften. Der bekommt dann ein Bienchen. Vielleicht.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...