Reinsdorfer Löschauto fährt künftig in Rumänien

Feuerwehrleute aus Hoghilag sind für die Schulung am Fahrzeug extra nach Westsachsen gekommen. Aus dem Hilfsprojekt soll sich nun mehr entwickeln.

Reinsdorf.

Nicolae Lazar steht die Freude ins Gesicht geschrieben. Der Bürgermeister der rumänischen Gemeinde Hoghilag ist derzeit mit sieben Landsleuten inklusive Dolmetscherin in jenem Feuerwehrauto unterwegs, das schon bald Brände in seiner Heimat löschen soll. Das ausgemusterte Löschfahrzeug 16-TS vom Typ W 50 haben die Reinsdorfer Retter auf Vordermann gebracht. Noch bis Freitag werden die Rumänen in die Funktionsweise des Fahrzeuges eingewiesen.

Die Aktion geht auf Gemeinderat Steffen Nötzold (parteilos) zurück, der in dem zur Gemeinde gehörigen Dorf Pruden ein altes Pfarrhaus in ein Freizeitheim umbaute. Er kennt die dortigen Lebensbedingungen, weiß nur zu gut, dass das Feuerwehrwesen in Rumänien nicht sonderlich entwickelt ist. "Die Feuerwehr gehört zwar zu den Pflichtaufgaben für die Kommune, aber für die Anschaffung von Fahrzeugen bleibt kaum Geld übrig. Nur die großen Städte in Rumänien haben Berufsfeuerwehren", erklärt Bürgermeister Lazar, dessen Kommune 2500 Einwohner zählt. "Das deutsche Feuerwehrauto ist ein Anfang für uns." So soll nach der Anlieferung des Fahrzeugs noch rasch eine schlagkräftige Truppe von Rettern aufgebaut werden. "Eine Halle zum Unterstellen des Fahrzeug ist bereits in Arbeit", fügt Übersetzerin Carmen Todea an, die wie die gesamte Delegation im Rüst- und Freizeitheim "Lutherhöhe" in Vielau untergebracht ist. In jenem Haus, das Gemeinderat Nötzold leitet. "Ich bin froh, dass das private Hilfsprojekt mit vielen Helfern umgesetzt wird", sagt er.

Bürgermeister Lazar hofft nun, dass sich auch auf Verwaltungsebene eine Partnerschaft entwickelt. "Wir sind zum Beispiel beeindruckt, wie sich Reinsdorf für die Bildung der Kinder einsetzt. Da können wir noch einiges von Deutschland lernen", sagt der 41-Jährige.

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