Sporthalle soll im Sommer saniert werden

Kirchberg will fast 2 Mil-lionen Euro in den Bau stecken. Doch ob im Jahr 2020 oder 2021, ist abhängig von den Fördermitteln.

Kirchberg.

Einstimmig hat der Kirchberger Stadtrat auf seiner Sitzung am Dienstag beschlossen, die gut 1,8 Millionen Euro teure Sanierung der Sport- und Mehrzweckhalle anzugehen. Im Gegensatz zur Grobplanung vom Dezember hat sich das Vorhaben nunmehr um 171.000 Euro verteuert. Wenn wie erhofft Fördermittel fließen, liegt der Eigenanteil der Stadt allerdings nur bei 512.600 Euro. Noch in dieser Woche soll der Fördermittelantrag gestellt werden.

Thomas Kaiser (CDU) erkundigte sich nach dem Baustart und den Konsequenzen für den Schulsport. Die Halle wird zwar auch von Vereinen genutzt, ist aber immens wichtig für den Schulsport. Bürgermeisterin Dorothee Obst (Freie Wähler) verwies auf den Sommer: "Wenn es 2020 nicht funktioniert, dann 2021. Es geht nur im Sommer." Das Gros solle durchaus in den Ferien erledigt werden. Sie schätzt aber, dass von Mai bis Oktober der Schulsport in der Halle ausfällt. Die Temperaturen dürften in diesen Monaten jedoch so sein, dass man im Freien Sport machen könne. Ob bei Bedarf andere Hallenzeiten zur Verfügung stehen, dazu wären noch Abstimmungen nötig.


Obst zufolge hatte das Gymnasium auch Interesse signalisiert, dort ein Lehrerzimmer einzurichten. "Wir würden das auch unterstützen", sagte die Bürgermeisterin. Das würde den Gesamtbau aber noch einmal um 70.000 Euro verteuern. Da das aber originäre Schulangelegenheit sei, hatte Obst das Problem an den Schulträger, den Landkreis Zwickau, herangetragen. Bislang gebe es von dort aber kein Interesse, sich an den Kosten zu beteiligen beziehungsweise dafür Miete zu zahlen.

Wie sie auf Nachfrage von Rico Möckel (CDU) erklärte, wäre es kein Problem, den geplanten Anbau, in dem die Stadt Bälle und andere Sportsachen lagern möchte, zu erweitern.

Mit der Sanierung will die Stadt das Gebäude auch hinsichtlich der energetischen Anforderungen fit für die nächsten 20 Jahre machen. In einem Nebensatz tat die Bürgermeisterin jedoch auch ihren Unmut darüber kund, dass die Halle erst 20Jahre alt ist. Warum sie schon wieder grundhaft saniert werden muss, sagte sie nicht.

Im Einzelnen ist unter anderem geplant, Faserzementplatten an der Fassade anzubringen. Die sollen die thermischen Spannungen reduzieren und verhindern, dass sich neue Risse bilden. Um mehr Lagerfläche zu haben, soll es einen Anbau geben, der in Fertigteilbauweise errichtet wird. Die Fliesen im Sanitärbereich sollen erneuert, ein Zaun um die Halle gebaut werden. Anstelle von Außenjalousien sollen Senkrechtmarkisen angebracht werden. Nach Angaben der Verwaltung sind die windbeständiger und haben einen geringeren Wartungsaufwand.

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