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Am Unteren Pochwerkteich bei Brand-Erbisdorf haben Künstler ihre Spuren hinterlassen.

Foto: Jens Zeidler Bild 1 / 2

Bergbautradition, wohin man schaut

Buntgefärbte Wälder laden wieder zum Wandern ein. "Freie Presse" stellt Touren im Landkreis vor. Heute: Brand-Erbisdorf.

Von Jens Zeidler
erschienen am 07.10.2017

Brand-Erbisdorf. Wenn sich ein Wanderer bei der Planung Brand-Erbisdorf auf der Karte ansieht, findet er ringsherum - bis auf ein kleines Stück südlich von Linda - immer markierte Wege. Aber dabei sollten die sprichwörtlichen Augen nicht größer als der Magen sein. Wer die Stadt komplett umrunden möchte, muss sich auf eine ziemlich lange Tour einstellen. Besser ist es da, einen Halbkreis auszuwählen und zusätzlich quer durch Brand-Erbisdorf zu laufen.

Die hier beschriebene Strecke bezieht sich auf die südliche Tour und führt quasi rund um den Ortsteil Himmelsfürst. Die Tour beginnt am Parkplatz Kohlenstraße. Entlang der Fabrikstraße sowie der Oberen und Unteren Dorfstraße bewegen sich viele Leute auf Schusters Rappen aus der Stadt. Dann geht es parallel zur alten Bahnstrecke. Wie schon in der Stadt Brand-Erbisdorf selbst begegnet man auch unterwegs immer wieder Bergbautradition, so am Fürstenschacht.

Statt nach Himmelsfürst hinein verläuft der Weg weiter nach Westen. Am Beginn des Tales der Großen Striegis liegt rechts die alte Schäferei. Auf den Wiesen dahinter kann man mitunter den Schäfer in traditioneller Bekleidung mit seinen Hunden und der Herde bewundern. Am Fluss, der hier noch recht schmal ist - die Quelle liegt nicht weit entfernt bei Langenau - wird links abgebogen und die Lochmühle passiert. Das Tal ist hier ebenso schön wie an vielen Stellen flussabwärts. In Langenau selbst heißt es, sich weiter südlich zu halten. Die Straßen sind "Am Parkteich" und "Plattenstraße" benannt. Noch vor der Kirche biegen die Wanderer in den Ort ab. Dafür gibt es mehre Möglichkeiten. Die Striegisquelle liegt ein ganzes Stück südlich und wird bei dieser Tour nicht erreicht. Stattdessen folgt man der jetzt vorhandenen grünen Markierung. Am Langenauer Sportplatz wird die Staatsstraße 235, auf die man kurz vorher traf, dann schon wieder nach rechts verlassen.

Die Runde führt erneut in die Natur. Am Unteren Pochwerkteich fällt eine große Holzskulptur auf. Das Gewässer wird in Uhrzeigerrichtung umrundet. Leicht ansteigend geht es Richtung Osten weiter. Das Huthaus der "Hoffnung Gottes Fundgrube" wird passiert. Wer hier links abzweigt, würde noch vor Himmelsfürst auf das Damwildgehege Auerbach treffen. Der Weg führt die Wanderer aber über die Bundesstraße 101 und zu den nächsten Zeugnissen einstigen Bergbaus. Die grüne Markierung hält sich bald links auf den Erbisdorfer Grenzweg. Deutlich ist der abgedeckte Kohlbach-Kunstgraben zu sehen, der überquert wird. Der Graben, Teil der sogenannten Revierwasserlaufanstalt und im 16. Jahrhundert angelegt, diente der Wasserzuführung für den Freiberger Bergbau. Er beginnt an den Großhartmannsdorfer Teichen und ist über zwölf Kilometer lang. Rechts durch die Bäume blitzt der Erzengler Teich. Der letzte Teil der Strecke führt etwas nach links entlang des Brandsteigs zum Ausgangspunkt der Route.

UNSER AUTOR Jens Zeidler ist promovierter Informatiker und arbeitet im Verlag der "Freien Presse" als Controller. In seiner Freizeit geht der 51-Jährige gern wandern und gibt darüber Tipps für andere Leute.

 
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Bergbautradition, wohin man schaut
Natur und viele Zeitzeugen entlang der Strecke
 
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