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Erfolgsautorin Sabine Erbert (Mitte) diskutiert mit Oberbürgermeister Sven Krüger und Museumschefin Andrea Riedel im Theater auch über die Rolle des Silberfunds 1168 in Christiansdorf, dem heutigen Freiberg.

Foto: Eckardt Mildner

Mit Silber auf der Überholspur

Vor 850 Jahren wurde das erste Mal Edelmetall gefunden und vor 800 Jahren wurde der Ortsname Freiberg zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Grund zum Feiern gibt es reichlich.

Von Alexander Christoph
erschienen am 12.06.2018

Freiberg. Sie hat sich in Freiberg verliebt - und das schon zu DDR-Zeiten. Daran hat Sabine Ebert, einem Millionen-Publikum durch ihre Hebammen-Romane bekannt, keinerlei Zweifel aufkommen lassen. Mehrfach betonte dies die Erfolgsautorin aus Leipzig, die beinahe 30 Jahre in der Bergstadt gelebt hatte und gestern als Stadtschreiberin ihren Freiberg-Essay vorstellte.

Anfang der 1980er-Jahre war es, als die junge Frau nach dem Studium ihre künftige Wirkungsstätte per Zug aufsuchte. Als sie, wie sie sagte, "von der damaligen Karl-Marx-Straße - heute wieder Erbische Straße - um die Ecke bog und den Obermarkt erblickte". Danach ließ sie die Worte ins leere Laufen - in ihrem Vortrag zum Festakt in der Nikolaikirche am gestrigen Vormittag genauso wie wenige Stunden danach während einer Diskussionsrunde im Theater mit Oberbürgermeister Sven Krüger (SPD) und der Chefin des Stadt- und Bergbaumuseums Andrea Riedel. "Dieses Bild senkte sich in mein Herz, und ich dachte sofort: Hier lässt es sich leben", las Sabine Ebert weiter aus ihrem Werk hervor, welches sich nicht nur mit ihrem Leben, sondern auch mit dem Silberfund in Christiansdorf, dem Vorläufer des heutigen Freibergs, im Jahr 1168 und dessen Besiedlung wenige Jahre zuvor beschäftigte. "Freiberg ist eines der Beispiele dafür, wie Geschichte und Tradition Verbundenheit schaffen. Das brauchen wir heute dringender denn je in dieser turbulenten Zeit", erklärte Ebert weiter.

Solche Botschafter wünscht sich das Stadtoberhaupt. Auch das wurde rasch klar. "Wir lieben alle unsere Stadt", hob Sven Krüger nach einer Kritik aus dem Publikum im Theater an, dass in der Bergstadt nicht alle an einen Strang ziehen würden, egal ob in Sachen Tourismus oder auf dem Weg zum Unesco-Weltkulturerbetitel. Aber die Freiberger, fuhr der OB fort, seien mit sich kritischer als anderswo. Was er nicht explizit sagte, aber was mitschwang: Die Freiberger sollten über das Gute, Positive in der Stadt reden, über mehr jedoch nicht.

Viel lieber sprachen er, aber auch Sabine Ebert und Museumschefin Riedel über die Historie der Stadt, die vor 800 Jahren erstmals urkundlich erwähnt wurde und in der vor 850 Jahren Silber gefunden wurde. Auch das war eine strittige Frage: Waren die Dippoldiswalder schneller? Wurde dort das erste Silber der Region entdeckt? "Noch ist die Freiberger Bergbau älter", bemerkte Riedel. "Mich wundert, dass es in Freiberg noch keinen Aufschrei gibt", spielte sie auf die scheinbare Gelassenheit an, die in Freiberg herrscht.

Welche Ergebnisse die Forscher zutage fördern -in Freiberg scheint dies keine große Rolle zu spielen. OB Krüger: "Entscheidend ist nicht, wer früher dran war. Freiberg entwickelte sich danach zum Wirtschaftszentrum von Sachsen."

 
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