Zum Jubiläum das schnellste Internet der Stadt

Mit einem Festakt wurde gestern "120 Jahre gymnasiale Ausbildung in Oelsnitz" gefeiert. Dabei erhielt die Schule ein besonderes Geschenk.

Oelsnitz.

Raunen im Saal, Begeisterung bei den Schülern und anerkennendes Nicken von der Lehrerschaft: Fritz-Box 5490 heißt das Wunderding, das ab sofort dafür sorgt, dass das Julius-Mosen-Gymnasium das schnellste Internet in der Stadt hat. Michael Fritzsch, Geschäftsführer der Oelsnitzer Stadtwerke, übergab das Präsent an Schulleiter Frank-Rainer Richter, der sich sichtlich freute. Ein Geschenk, das symbolhaft steht für das Berühren der Zukunft, sprich: Schulbildung auf höchstem Niveau.

Hochrangige Gäste aus dem Bundestag, dem Landtag, der Region und der Stadt kamen, um dem Geburtstagskind zu gratulieren und viele gute Worte mit auf den weiteren Weg zu geben. Berührend, als Prof. Dr. Frank Ficker ans Mikro trat. Er drückte in Oelsnitz die Schulbank, legte 1982 das Abitur ab, ist heute Wissenschaftlicher Leiter und Dozent an der Hochschule Hof. Er schwelgte in Erinnerungen, verriet "rein körperlich waren wir für die Lehrer ein Albtraum", lobte seine damaligen Lehrer Harbig und Schwab und die Ausbildung in den höchsten Tönen: "Ich habe erst später gemerkt, wie wertvoll das alles war."

Prof. Ficker - ein Beispiel für viele andere Schüler, für deren berufliche Entwicklung in Oelsnitz der Kompass ausgerichtet wurde. Auch Olaf Schlott, Abiturjahrgang 1995, gehört dazu. Er absolvierte zwischenzeitlich ein Studium zum Bauingenieur und gestand gestern ein: "Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich heute als Bürgermeister von Bad Elster zu ihnen spreche. Ich war nicht der beste Schüler, aber das will ich nicht als Entschuldigung gelten lassen. Das Leben hat für jeden eine Weg parat und Bürgermeister ist mein Traumberuf geworden. Danke für die Zeit, die ich in Oelsnitz lernen durfte."

Was bringt uns wohl der Landrat mit? Das wird sich mancher insgeheim vor der Grußrede von Rolf Keil gedacht und erhofft haben. Er beließ es dabei, Goethes Gedanken "Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun" zu zitieren, die Schulzeit als prägend für den Menschen hervorzuheben, dem Haus, den Schülern und den Lehrern viel Erfolg zu wünschen. Und dann: "Ich hätte an dieser Stelle noch viel zum Schulträger und zu Investitionen sagen können." Rolf Keil tat es nicht, übergab Frank-Rainer Richter stattdessen einen Scheck mit der Anmerkung "Nicht für die Sanierung der Schule, sondern für die Veranstaltung".

Prof. Frank Ficker, Olaf Schlott und Eckardt Scharf, Vorsitzender des Fördervereins der Schule, trugen sich ins Goldene Buch des Gymnasiums ein. Und mehr als eine Randepisode: 28 Schüler des Abitur-Jahrgangs 1967 feierten ihre Goldene Schulhochzeit vor Ort.

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