Mörderpaar: Jetzt spricht der Jugendpsychiater

Zwickau. Im seit April währenden Prozess um den Tod eines 45-jährigen Mannes in Gera, bei dem sich eine 17-Jährige und ein 20-Jähriger wegen gemeinschaftlichen Mordes am Zwickauer Landgericht verantworten müssen, hat am Mittwoch ein Jugendpsychiater beide als unreif, aber nicht psychisch krank bezeichnet. Bei dem jungen Mann, der das Messer wenigstens 15-mal in den Körper des Opfers gestochen haben soll, stellte der Sachverständige eine schwerste, über lange Zeit andauernde Traumatisierung fest. Beinahe durch Zufall seien bei dem Jungen im frühen Kindesalter massive Misshandlungen festgestellt worden, als er wegen verbrühter Füße in ein Krankenhaus eingeliefert worden war. "Die Verbrühungen waren wohl sein Glück", sagte der Psychiater. Denn daraufhin nahm das Jugendamt ihn aus der Familie. (upa)

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