Aufräumen mit Mythos

Gesprächsabend zu Ausstellung über Antisemitismus

Freiberg.

Unter dem Titel "Antisemitismus in der DDR" lädt der Freiberger Zeitzeugnisverein derzeit in der Petrikirche mit einer Ausstellung Interessierte ein, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Am heutigen Montag findet außerdem ab 19.30 Uhr ein Gesprächsabend in der Kirche statt, bei dem unter anderem Pfarrer Michael Stahl und Historiker Michael Düsing zu Wort kommen werden.

"Das ist eine gute Gelegenheit, über die Ausstellung sowie über eigene Erfahrungen mit dem Thema ins Gespräch zu kommen", lädt Anna Engel vom Zeitzeugnisverein ein. Sie betont: "Auch der Osten Deutschlands war Teil des national- sozialistischen Täterlandes. In Familien oder Gemeinden fand meist keine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit statt. Bis heute hält sich der Mythos, es hätte in der DDR keinen Antisemitismus gegeben". (esaw)

Die Ausstellung ist bis 28. November vor und nach Veranstaltungen in der Petrikirche zu sehen. Gruppen melden sich im Pfarramt, unter pfarrer@petri-nikolai-freiberg.de, 03731 247859 oder beim Zeitzeugnisverein unter kontakt@freiberger-zeitzeugnis.de an.

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