CDU schickt 37-Jährigen in Bürgermeister-Rennen

Jetzt ist es amtlich: René Straßberger will Chef im Rathaus in Bobritzsch- Hilbersdorf werden. Zentral auf seiner Agenda: Erhalt und Ausbau von Kita- und Schullandschaft, bessere Nahversorgung, Erschließung von Bauland.

Naundorf.

Die Spatzen pfiffen seinen Namen ja schon von den Dächern von Ober- wie Nieder- bobritzsch, in Naun- wie in Hilbersdorf. Nun hat die CDU den 37-jährigen Abteilungsleiter René Straßberger auch ganz amtlich nominiert für das Rennen um den Bürgermeisterposten von Bobritzsch-Hilbersdorf. In der Feuerwehrkapelle Niederbobritzsch spielt Straßberger das Flügelhorn, ist somit für die Melodiestimme zuständig. Nun will er also im Rathaus den Takt vorgeben. Seit 20 Jahren engagiert er sich etwa im Sportverein oder als Organisator des Maibaumprojekts Oberbobritzsch. "Ich habe so lange Zeit so viel in ehrenamtlichen Projekten bewegen können", sagt René Straßberger. Nun sei es an der Zeit, das auch beruflich zu tun.

Der erste Wahltermin ist der 27.Januar, der langjährige Amtsinhaber Volker Haupt, ebenfalls von der CDU, hat nach 28 Jahren im Amt kürzlich angekündigt, dass er zur Wahl nicht mehr antreten will. Straßberger gilt als Wunschkandidat Haupts. Bei der Nominierungsveranstaltung am Dienstagabend in Naundorf bekam Straßberger aber nicht nur die Stimme des Noch-Ortschefs, sondern die aller Stimmberechtigten.

René Straßberger hat Wurzeln in Ober- wie in Niederbobritzsch und seine Kindheit und Jugend bereits in der Gemeinde verbracht. Und zwar sehr gern, wie er sagt. "Wir liegen voll im Grünen, nah an der Natur, das schätze ich sehr." Seit neun Monaten ist er selbst Vater einer Tochter, und dass die Gemeinde attraktiv bleibt, ist ein zentraler Punkt seiner Agenda.

Über allem aber steht ein grundsätzlicher Gedanke seiner politischen Arbeit, sagt er. "Es geht um offenen und ehrlichen Dialog mit den Bürgern", sagt er. Er werde also auch keine Versprechungen abgeben, die sich nicht halten lassen oder bei denen die Gemeinde selbst gar nicht die entsprechenden Hebel in der Hand habe. Zu seinen Zielen befragt, nennt er zuerst den Ausbau und Erhalt der Kita- und Schullandschaft. So sind die Weichen beim Neubau des Kindergartens Niederbobritzsch oder der Turnhalle im Ort grundsätzlich schon gestellt. "Das Thema wird den nächsten Bürgermeister auf jeden Fall begleiten", sagt er.

Am Herzen liege ihm auch die Verbesserung der Nahversorgung. "Ein wichtiges Thema, das zeigen Gespräche mit älteren Leuten wie etwa meinen Großeltern." Aber auch jungen Familien ist es wichtig, vor Ort einkaufen zu können, sagt Straßberger. Ihm schweben Markttage insbesondere in den Ortsteilen Naundorf, Oberbobritzsch und Hilbersdorf vor, an denen Bäcker- oder Fleischerwagen dort Station machen, vielleicht zusammen mit dem Sparkassen-Mobil.

Außerdem will sich Straßberger für die Erschließung von Bauland einsetzen. Um junge Bauherrn in der Gemeinde zu halten, sei es nötig, für ein entsprechendes Angebot zu sorgen. Das wisse er aus eigener Erfahrung. "Ich kenne einige junge Menschen, die auf der Suche sind", sagt er. Er beobachte im Wohngebiet in Niederbobritzsch, wie immer mehr Lücken geschlossen würden. "Und irgendwann ist es mal dicht."

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