Corona: Stadt Freiberg will für Tag X gerüstet sein

Im Rathaus und anderen öffentlichen Einrichtungen wird vorgesorgt, um im Falle einer Ausbreitung handlungsfähig zu sein.

Freiberg.

Die Stadt Freiberg will auf eine mögliche Ausbreitung des Corona-Virus gut vorbereitet sein. "Wir wollen handlungsfähig sein, sollte der Tag X kommen", sagte Oberbürgermeister Sven Krüger (parteilos). Er stellte zudem klar: "Es gibt bisher in Freiberg weder Anhaltspunkte für eine Corona-Infizierung noch Verdachtsfälle." Ein Stab für außergewöhnliche Situationen sei trotzdem vorsorglich zusammengekommen und habe erste Maßnahmen in die Wege geleitet.

Seit dem gestrigen Dienstag sind in städtischen Einrichtungen wie Rathaus, Bürgerhaus, Kitas, Schulen, Bibliothek und Tourist-Information Desinfektionsspender aufgebaut. Hygienehinweise seien laut Krüger bereits verteilt worden. Die Stadt habe zudem die Personalversammlung der Beschäftigten in den Kitas am Montag vorsorglich abgesagt. "Außerdem haben wir ein Dienstreiseverbot ausgesprochen", so Krüger. Auch würden Geburtstagsgrüße des OB an ältere Mitbürger vorerst nicht persönlich überbracht, sondern stattdessen Gutscheine für Blumen verschickt.

An der TU Bergakademie wird ebenfalls Vorsorge getroffen. "In den Gebäuden werden verstärkt Desinfektionsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt und geeignete Präventionsmaßnahmen für Bereiche mit besonders viel Besucherverkehr eingerichtet", heißt es auf Anfrage. Rektor Klaus-Dieter Barbknecht habe außerdem angeordnet, dass derzeit keine Dienstreisen nach China stattfinden. Wer kürzlich im Reich der Mitte war, solle sich vorsorglich untersuchen lassen, besonders bei entsprechenden Symptomen.

Das Kreiskrankenhaus Freiberg betont, dass kein Grund zur Beunruhigung vorliege. Man sei auf Infektionen gut vorbereitet. Schutzausrüstungen wie Atemmasken seien ausreichend vorhanden. Am Montagmorgen wurde das Klinikpersonal über die Vorgehensweise im Umgang mit Verdachtsfällen unterrichtet. "Die Krankenhauseinsatzleitung behält die Entwicklung rund um das Corona-Virus im Auge und passt gegebenenfalls unsere Handlungsweise an, sodass die höchstmögliche Sicherheit für Patienten und Personal gewährleistet ist", erklärte Dr. Ulrike Träger von den Vereinigten Gesundheitseinrichtungen Mittelsachsen. "Corona-Verdachtsfälle werden aktuell nicht im Kreiskrankenhaus Freiberg behandelt. Sollte eine stationäre Aufnahme notwendig sein, erfolgt eine Verlegung ans Klinikum Chemnitz."

Am Mittelsächsischen Theater sieht man derzeit keinen Grund, Aufführungen wegen des Virus abzusagen. "Wir müssen natürlich reagieren, wenn es behördliche Anweisungen zur Absage öffentlicher Veranstaltungen gibt", so Sprecher Christoph Nieder am Dienstag.

www.freiepresse.de/corona


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