Die Wanderstiefel sind geschnürt

Wahlen 2019: Wie tickt der Landkreis? Was läuft gut in den Gemeinden, wo sehen die Einwohner noch Potenzial zur Verbesserung? Wie ließe sich das besser erfahren, als zu Fuß? Unsere Autorin will es herausfinden.

Geringswalde/Rochlitz.

Neun Sonnenstunden und bis zu 17 Grad Celsius sagt der Wetterbericht für Sonntag in Geringswalde voraus. Dort, im Norden von Mittelsachsen, beginnt meine Wahlwanderung - eine Woche später endet sie in Neuhausen im Süden des Landkreises. Rund 125 Kilometer liegen dazwischen, wenn man wie ich versucht, möglichst viele Orte zu besuchen. Auf direktem Weg wären es etwa 70Kilometer. Viele Leser und Leserinnen haben mir schon geschrieben, dass sie mitlaufen oder mir unterwegs etwas zeigen wollen. Denn ich laufe nicht nur, um den Landkreis kennenzulernen - sondern vor allem, um zu sehen, wie es den Menschen geht und was die bald zu wählenden Politiker und Politikerinnen zu tun haben.

Meine Route beginnt also in Geringswalde und führt morgen über Arras und Theesdorf nach Rochlitz. Nach einer Runde durch die Stadt werde ich auf den Lutherweg einbiegen, der in dieser Region zugleich Porphyrlehrpfad ist, und ihm bis Seelitz folgen. Ich hoffe, bei diesen Wetteraussichten nicht alleine auf den Wanderwegen zu sein. Wenn Sie eine junge Frau mit großem Rucksack anspricht, bin wahrscheinlich ich das. Sie können mich aber auch unter der unten angegebenen Telefonnummer anrufen, wenn Sie mich auf der ersten Etappe treffen wollen.

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Auch an den Folgetagen ist dazu noch Gelegenheit - vor allem für Donnerstag und Sonntag hoffe ich noch auf Hinweisgeber. Ich starte früh und versuche, am Nachmittag mein Ziel zu erreichen. Am Montag geht es von Seelitz über Topfseifersdorf nach Mittweida. Auch an diesem Tag ist noch Zeit für Gesprächspartner. An Tag drei folgt mein Weg hauptsächlich der Zschopau durch Sachsenburg und Frankenberg nach Braunsdorf. Von dort breche ich am Mittwoch über Flöha und Hetzdorf nach Oederan auf.

Am Donnerstag folge ich dem Sächsischen Jakobsweg nach Kirchbach und Linda, bevor ich über St. Michaelis nach Brand-Erbisdorf gelange. Übernachtet wird am Stadtrand von Freiberg. So lerne ich am Freitag den Stadtteil Zug mit Langenrinne und Rosine kennen, bevor ich mich auf den Weg nach Bobritzsch-Hilbersdorf mache.

Der Ort wird mich eine Weile beschäftigen: Allein von Nieder- nach Oberbobritzsch sind es acht Kilometer. Am Nachmittag treffe ich auf engagierte Einwohner in Burkersdorf. Am Sonnabend geht es über den Turmberg nach Frauenstein zum Frühjahrsputz an und rings um die Burg, bevor ich den Erzgebirgswald eintauche und in Nassau ankomme. Und schon steht die letzte Etappe an, die mich am Sonntag über Clausnitz nach Neuhausen führen wird.

Leser-Aufruf Wer ein Stück mitwandern, uns zu sich einladen oder mit uns unterwegs in Kontakt kommen will, kann sich melden. Bitte schreiben Sie, liebe Leser, dafür an die "Freie Presse", Lokalredaktion Freiberg, Kirchgäßchen 1, 09599 Freiberg, oder per E-Mail an wahlwanderung@freiepresse.de. Telefonisch erreichen Sie Laura Kaiser unter 0151 14817299. Die Tour können Sie unter www.facebook.com/stockundstein2 verfolgen.

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