Mensa: Brandschutz kostet 2,9 Millionen Euro

Um die Sicherheit im Ernstfall gewährleisten zu können, muss das Gebäude an der Agricolastraße umgebaut werden. Ein Teil davon wurde bereits aus Eigenmitteln finanziert. Der Löwenanteil muss jedoch vom Freistaat Sachsen kommen.

Freiberg.

Knapp eine dreiviertel Million Euro wurden bereits investiert, um die Brandschutzanlage der Freiberger Mensa auf den neuesten Stand zu bringen. "Mit der Planung haben wir schon im vergangenen Jahr begonnen", erklärt Thomas Schmalz, der am 1. September das Geschäftsführeramt beim Studentenwerk von Stephan Fischer übernommen hat.

"Die Abschottung der beiden Treppenhäuser, die Schaffung zusätzlicher Fluchtwege in den Konferenzräumen und weitere Vorbereitungsarbeiten geschahen bereits größtenteils in diesem Jahr", resümiert Schmalz. "Eigenmittel für die weiteren notwendigen Maßnahmen stehen uns jedoch nicht zur Verfügung."

Insgesamt werden sich die Baukosten auf rund 2,9 Millionen Euro belaufen. "Deshalb haben wir einen Antrag gestellt, dass die Maßnahmen in den Doppelhaushalt 2017/18 des Freistaates Sachsen aufgenommen werden", fügt Schmalz an.

Der Hauptteil der beantragten Gelder soll in den Einbau einer neuen Sprühnebelanlage fließen. In allen Bereichen der zweiten Etage der Mensa müssen dafür die Decken komplett demontiert und wieder montiert werden. "Ohne Zweifel wird der Betrieb davon beeinträchtigt werden. Dabei wird es Arbeiten geben, die den Gästebetrieb weniger stören, wie beispielsweise Umbauten in den rückwärtigen Fluren", weiß der Geschäftsführer des Studentenwerks und verweist gleichzeitig auf größere Beeinträchtigungen. "Diese wollen wir jedoch so gering wie möglich halten. Wir sitzen derzeit an der Planung, die Baumaßnahmen zeitlich so einzugliedern, das zum Beispiel der Umbau der Küche in die Sommermonate fällt, in denen weniger Besucherverkehr herrscht, als in der Vorlesungszeit."

Konkrete Pläne können jedoch erst mit der Bewilligung der Finanzierungsmittel gemacht werden. Die Entscheidung wird wohl in den kommenden Monaten fallen, hofft der Geschäftsführer.

Das Gebäude der Mensa wurde Mitte der 1970er-Jahre gebaut. Gut 20 Jahre später, von 1995 bis 1997, erfolgte eine Komplettsanierung. Seither sind erneut 20 Jahre vergangen, in denen sich die Brandschutzvorschriften geändert haben. "Der Schutz des menschlichen Lebens hat auf jeden Fall höchste Priorität", sagt Schmalz. Deshalb stehe die Umsetzung dieser Ertüchtigung für den Brandschutz im Studentenwerk an oberster Stelle.

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