Mittelsachsen verschärft erneut Coronaregeln

Neue Verfügung zu Kontakten, Sperrstunde und Mund-Nasen-Schutz

Freiberg.

Im Landkreis darf ab dem heutigen Mittwoch vorerst bis zum 16. November zwischen 22 und 5 Uhr kein Alkohol verkauft werden. Im gleichen Zeitraum müssen auch Gaststätten schließen. In Sportstätten, Restaurants, Betrieben und bei Veranstaltungen sind die Kontakte der Besucher bzw. der Gäste aufzunehmen und vier Wochen aufzuheben. Eine Ausnahme bilden Geschäfte und Verkaufsstände. Das sieht eine neue Allgemeinverfügung des Landkreises vor, die ab sofort in Kraft tritt. Familien-, Betriebs- und Vereinsfeiern dürfen danach maximal zehn Personen zählen; private Zusammenkünfte zehn Personen oder Angehörige aus dem eigenen Hausstand. Veranstaltungen dürfen maximal 100 Personen zählen, mehr sind mit einem abgestimmten Hygienekonzept möglich. Mund-Nasen-Schutz muss getragen werden in geschlossenen Räumen, die öffentlich zugänglich sind, wie Gastronomie und Theater, bis man am Platz ist. Auch in Schulgebäuden und in geschlossenen Räumen von Schulen, jeweils mit Ausnahme des Unterrichts, ist eine Mund-Nasenbedeckung zu tragen.

Zuvor war der Inzidenzwert, der entscheidende Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, in Mittelsachsen erneut überschritten worden. Er lag nach Angaben des Sächsischen Sozialministeriums am Dienstag bei 56,9. Erneut war die Zahl der positiven Corona-Befunde zuvor gestiegen. Das Landratsamt meldete am Dienstag neun neue Fälle, das sind insgesamt 784 Fälle seit Beginn der Pandemie, an die Landesuntersuchungsanstalt. Laut Intensivregister werden in Mittelsachsen derzeit zwei positiv getestete Patienten intensivmedizinisch behandelt, davon wird eine Person invasiv beatmet. Aus einer Pflegeeinrichtung in Mittelsachsen wurden über 40 neue positive Fälle gemeldet, die in der am Dienstag vermeldeten Statistik noch nicht enthalten sind.

Im "Freie Presse"-Interview beschreibt Landrat Matthias Damm (CDU), wie der Landkreis durch strengere Regeln als die sachsenweit gültigen die Zahl der Neuinfektionen in Mittelsachsen reduzieren will. Das gesamte Interview mit dem Verwaltungschef lesen Sie auf Seite 11 dieser Ausgabe. (grit)

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