Mopedfans geben Nussknackern die Ehre

Aus Thüringen und sogar der Schweiz begrüßte Familie Löschner aus Neuhausen Gäste zum Jubiläum des Museums.

Neuhausen.

Der 25. Geburtstag des Nussknackermuseums in Neuhausen war schon seit Monaten bei Ursela Zurbrügg und Eugen Kürsteiner aus dem schweizerischen Wenslingen im Kanton Basel im Kalender notiert. "Wir kommen seit Jahren zur Familie Löschner nach Neuhausen, eigentlich solange es das Museum gibt", sagt die passionierte Klöpplerin, die es sich am Festwochenende nicht nehmen ließ, ihr Hobby trotz der Hitze den Besuchern zu präsentieren.

Während die Schweizerin klöppelte, kam eine Gruppe junger Frauen und Männer auf Schwalben und MZs auf den Hof von Uwe Löschner gefahren. Die neunköpfige Gruppe aus der Region um Altenburg hatte für ihr diesjähriges Reiseziel das Erzgebirge ausgewählt. In Holzhau, wo die Gruppe übernachtete, lagen Faltblätter über das Jubiläum herum. Da zum Festprogramm auch die Eröffnung einer Motorradausstellung gehörte, fiel die Entscheidung, vorbeizufahren. "Wir sind absolute Oldtimerfans. Die alten Motorräder haben uns natürlich begeistert, zumal drei unserer Freunde auch eine MZ fahren", sagte Danilo Strobel aus Heyersdorf, der mit seinen Freunden auch das gesamte Museum erkundete und die über 6000 Nussknacker bewunderte. "Wir waren von dem kleinsten Nussknacker der Welt, der nur 4,9 Millimeter misst, absolut angetan", erzählte der 35-Jährige. "Wir haben uns im Erzgebirge wohlgefühlt. Es gibt viel zu sehen und die Menschen sind nett und aufgeschlossen", so der Thüringer.


Robert Schwarz eröffnete die Motorradausstellung gemeinsam mit Uwe Löschner, dem Inhaber des Nussknackermuseums. Der Warmbader hat seine Zweiräder der Familie in Neuhausen zur Verfügung gestellt. "Ich freue mich, dass wir mit diesem Museum einen guten Standort gefunden haben. Es sind 87 Zweiräder, die alle in der damaligen DDR verkauft wurden", erzählte Schwarz.

Die Motorradausstellung war neben der Einweihung der Dampfmaschine der Höhepunkt der Festlichkeiten zum 25. Geburtstag des Museums. "Dass uns bereits an den beiden ersten Tagen mehr als 350 Gäste trotz tropischer Temperaturen besucht haben, freut uns nicht nur, sondern wir werten es als Beleg und Anerkennung für unsere Familien", erklärte Museumschef Löschner. Er und seine Mitstreiter sehen es als Bestätigung, "dass wir in dem Viertel-Jahrhundert vieles richtig gemacht haben".

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