Powitanie heißt Willkommen: Schüler freuen sich auf Polen

Achtklässler aus Niederbobritzsch machen sich mit dem Nachbarland bestens vertraut. Dabei hilft ein spezielles Mobil.

Niederbobritzsch.

Die Schüler der Klasse 8a der Oberschule Niederbobritzsch sitzen im Halbrund auf ihren Stühlen. Vor ihnen ausgebreitet liegt eine riesige Landkarte, die vor allem zwei Länder zeigt: Deutschland und Polen.

Die Landschaft in Polen bietet Abwechslung von der Ostsee über die Masuren bis zu den Karpaten. Die polnische Kultur ist facettenreich und die kulinarischen Spezialitäten einzelner Regionen genussvoll. Die Oberschüler in Niederbobritzsch wussten von all dem noch nicht allzu viel, bevor sie sich an diesem Tag auf ihre Stühle setzten. Da sie aber vom 6. bis 10. Mai eine Klassenfahrt in das Nachbarland unternehmen, wurde ihnen nun einiges Wissenswertes beigebracht.


Diese Aufgabe übernehmen Barbara Kaczocha und Pawel Gorszczynski, die aus Polen stammen. Sie sind in ganz Deutschland mit dem sogenannten Polen-Mobil unterwegs. Dabei handelt es sich um ein Projekt des Deutschen Polen-In-stitutes mit Sitz in Darmstadt und der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit in Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Brandenburg und dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk. Das Polen-Mobil besucht Schulen, um dort Landeskunde, Sprache, Kultur, Geschichte, Politik und Literatur zu vermitteln. Bereits im vergangenen Jahr gab es einen Schüleraustausch der achten Klassen aus Niederbobritzsch mit einer Schule in Pilchowice, der Partnergemeinde von Bobritzsch-Hilbersdorf.

Diesmal fährt nur die 8a zu den Nachbarn. "Das dient vor allem dem gegenseitigen Kennenlernen", betont Klassenlehrerin Heike Lange. "Und es ist gut, dass es vorab diese Art von professionellem Warm-up für die Schüler gibt." Denn so nah einem der Nachbar auch ist, so fern ist bei vielen das Wissen um ihn.

Barbara und Pawel haben insgesamt vier Unterrichtsstunden, um zumindest ein paar Grundlagen zu vermitteln. Mit der Sprache beginnt es. Begrüßungen und Höflichkeiten werden beigebracht. Dann ist man schon bei Besonderheiten, wie etwa der, dass in Polen die beste Schulnote 6 lautet, die schlechteste 1, ganz anders herum als in Deutschland. "Ich habe mich im Vorfeld dieser Klassenfahrt informiert, welche Möglichkeiten es denn noch gibt, sich darauf vorzubereiten", erzählt Karsten Hennig. "Und da bin ich im Internet über das Polen-Mobil gestolpert."

Schnell und unkompliziert fand man zueinander. "Ich wollte, dass ein externer Partner kommt und das Wissen vermittelt, nicht die bekannten Lehrer", erklärte Hennig weiter. Kosten entstanden der Schule dafür keine, denn die Unterstützung einiger Stiftungen ermöglicht es, dass das Projekt von allen ohne Entgelt genutzt werden kann.

Auf ihrer Polenreise Anfang Mai besuchen die Schüler neben Pilchowice auch Krakau und Katowitz. Ganz und gar fremd wird ihnen das nahe ferne Land schon vor Beginn der Reise jetzt nicht mehr sein.

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