Rastplatz an Grenze fast fertig

Müllproblem am Übergang Reitzenhain ist beseitigt

Reitzenhain.

Das Müllproblem entlang der B 174 ist über Jahre immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Allen voran die Zustände am Grenzübergang in Reitzenhain, den Lkw-Fahrer auf der viel befahrenen Transitstrecke von Tschechien nach Chemnitz als Stellflächen für ihre gesetzlich vorgeschriebenen Ruhepausen nutzen, sorgten immer wieder für Kritik. Unrat, Dreck, Fäkalien - das Areal glich lange Zeit einer Müllkippe. Doch das hat sich geändert. Nun geht schon bald der Rastplatz in Betrieb.

Nach jahrelangem Streit der Behörden übernahm 2019 der Bund die Flächen von der Stadt Marienberg als Eigentümer. Im Auftrag des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) wurde das Gelände gereinigt. Für die weitere Pflege sind Landkreismitarbeiter der Straßenmeisterei Zöblitz verantwortlich.

Und heute? Der einstige Schandfleck hat sich gewandelt. Lediglich vereinzelt liegen Plastikflaschen, Dosen, Konserven und anderer Müll an den Gehwegrändern und im Gras. Neue Schilder weisen darauf hin, die zahlreichen Müllbehälter zu nutzen - auch, um Tiere wie Wildschweine nicht anzulocken. Ebenso der vom Lasuv versprochene Umbau des Areals zu einer provisorischen Rastanlage biegt auf die Zielgerade ein. Nachdem die alten Kontrollgaragen weggerissen wurden, stehen die Arbeiten am künftigen Sanitärtrakt vor dem Abschluss. Vom baufälligen Toilettenhäuschen ist nicht mehr viel zu sehen. Fassade und Dach wurden saniert. Derzeit läuft der Innenausbau, der sich an WC-Gebäuden eines Autobahnparkplatzes orientiert, erläutert Lasuv-Sprecherin Isabel Pfeiffer. Abschließend werden das Areal noch beschildert, und die Fahrbahn wird markiert. Je nach Witterung sei geplant, die Arbeiten in diesem Quartal abzuschließen, ergänzt Pfeiffer.

Da das Lasuv von 93 benötigten Lkw-Stellplätzen von der Grenze bis Chemnitz ausgeht, wird derweil noch ein zweiter Rastplatz geplant. Derzeit werden mögliche Standorte dokumentiert, im Anschluss bewertet und eine Wahl getroffen, so die Lasuv-Sprecherin. Auch die Rastanlage an der Grenze werde nach der Eröffnung noch erweitert. (rickh)


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