Ringen um kostenloses Schülerticket geht weiter

Fraktion der Linken stellt Antrag für die nächste Kreistagssitzung

Freiberg.

Hoffnungsschimmer für Eltern im ländlichen Raum: Die Kreistagsfraktion der Linken drängt weiter auf die Abschaffung der Eigenanteile an den Kosten für das Schülerticket. "Wir haben dazu im Landratsamt einen Antrag eingereicht", so Gottfried Jubelt, der Chef der Kreistagsfraktion der Linken. "Unsere Fraktion setzt sich ja schon seit Jahren dafür ein." Jubelt, der in Augustusburg wohnt, betont: "Es sollte nie vergessen werden, dass die meisten Schüler erst seit den staatlich verordneten Schulschließungen im ländlichen Raum auf den Öffentlichen Personennahverkehr angewiesen sind. Damit hat sich ihr Schulweg deutlich verlängert - und die Eltern müssen für diese negative Entwicklung einen Eigenanteil zahlen."

Per Kreistagsbeschluss soll Landrat Matthias Damm (CDU) beauftragt werden, sich in der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) dafür einzusetzen, dass die Schülerbeförderungssatzung geändert und die Eigenanteilspflicht gestrichen wird. Der Antrag der Linken wird laut Jubelt in der Kreistagssitzung im Dezember auf der Tagesordnung stehen. Die Pressestelle des Landratsamtes bestätigte, dass der Antrag der Fraktion eingegangen ist. "Der Antrag wird entsprechend der Geschäftsordnung des Kreistages auf die Tagesordnung gesetzt", so Pressereferentin Peggy Hähnel.

Laut Landratsamt nutzen 90 Prozent der über 14.000 mittelsächsischen Fahrschüler das Schülerticket. Am 23. September hatten die Kreisräte mehrheitlich den Antrag der AfD-Fraktion abgelehnt, dass der Kreis den Eltern anteilig ihre Beiträge für das Schülerticket für die Homeschoolingzeit zurückzahlt. Rund 520 Eltern hatten sich beim VMS beschwert, weil ihre Kinder gut zwei Monate lang nicht mit Bus oder Bahn fuhren.

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