"Sonnenschein"-Kinder werkeln im neuen Spielgarten

700 Quadratmeter Land hat die Gemeinde Rechenberg-Bienenmühle den Jüngsten zur Verfügung gestellt. Nun planen die Mädchen und Jungen mit ihren Erzieherinnen, welche Pflanzen sie in die Erde bringen. Dabei hilft ihnen ein Student aus Dresden.

Rechenberg-Bienenmühle.

Ihren Spielgarten neugestalten werden die Mädchen und Jungen der Rechenberg-Bienenmühler Kindertagesstätte gemeinsam mit ihren Erzieherinnen. Die Einrichtung "Sonnenschein" hat dafür von der Gemeinde rund 700Quadratmeter Land zusätzlich zu ihrem jetzigen Spielgarten zur Verfügung gestellt bekommen. "Wir freuen uns, dass wir dieses Grundstück erhalten haben. Hier können wir noch besser als in dem vorhandenem Areal unsere pädagogischen Ziele umsetzen", sagt Kita-Leiterin Anke Baumgartner.

Die Einrichtung hatte über ein Projekt des Energieversorgers Envia M vor einigen Wochen Beerenobststräucher und anderes Gehölz im Wert von rund 500 Euro zur Verfügung gestellt bekommen. Das brachte die Kita-Chefin auf die Idee, das neue Grundstück professionell zu gestalten. Sie meldete sich bei der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden und bat um Hilfe. Es dauerte nicht lange, bis sich Student Richard Nowak meldete, der Interesse an diesem Projekt bekundete und darüber seine Bachelor-Arbeit auf dem Gebiet des Gartenbaus schreiben wollte. Vor kurzem nun weilte der 23-Jährige, der an der Hochschule Gartenbau studiert, in der Erzgebirgsgemeinde und sah sich die örtlichen Gegebenheiten an.

"Es war für mich das erste Mal, dass ich an einer Kindereinrichtung zu Gast war. Ich wurde von den Erzieherinnen und Kindern sehr freundlich begrüßt. Die Kleinen wollten mir gleich ihr neues Gelände zeigen und vergaßen dabei sogar ihre Mittagspause", erzählt der Oberlausitzer, der bald wiederkommen möchte. Das neue Terrain biete sehr viele neue Gestaltungsmöglichkeiten, schätzt er ein.

Für Kita-Leiterin Anke Baumgartner ist der Student eine wertvolle Unterstützung. "Ich bin überzeugt, dass wir mit seiner Hilfe Ruhe-, Bewegungs- und Kreativzonen - eine pädagogische Forderung für unseren Bildungsplan - umsetzen können", äußert sich die Clausnitzerin. "Unsere Kinder sind immer in Bewegung. Das ist gut so, aber sie sollen sich auch einmal Zeit für sich in einer Ruhezone nehmen", erläutert die Kita-Chefin weiter. Zudem solle den Kindern der Umgang in und mit der Natur vermittelt werden.

Mit tatkräftiger Hilfe ihres Hausmeisters Andreas Schurig haben die Kinder die ersten Sträucher schon gepflanzt. So sollen sie noch vor dem Winter anwurzeln. Die Eltern wollen noch Komposterde anfahren und die restlichen Sträucher damit in den Boden bringen. "Vielleicht können wir alle gemeinsam im nächsten Jahr schon Himbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren ernten", so Anke Baumgartner.

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