Stadträte wollen Hotel-Debatte fortsetzen

AfD-Fraktion will OB beauftragen, Entscheidung über Investition zu verschieben

Freiberg.

Die AfD-Fraktion macht das Projekt für ein weiteres Hotel in Freiberg erneut zum Thema im Stadtrat. Für sie sind die Messen nach Ende der Ausschreibungsfrist noch nicht gelesen: Nach ihrem Vorschlag soll der Stadtrat OB Sven Krüger beauftragen, in den Gremien der Saxonia, der Mutter der Standortgesellschaft DBI, darauf hinzuwirken, die Vergabe der Ausschreibung um mindestens ein Jahr zu verschieben und die Ausschreibung neu zu öffnen. Als Ziel beschreibt Fraktionschef Marko Winter, dass sich weitere Anbieter beteiligen können.

Für das Eckgrundstück zwischen Tivoli und Parkhaus an der Külzstraße suchen Stadt und Landkreis nach einem Investor. Was die einen, darunter die Stadtverwaltung als Saxonia-Gesellschafter, als Riesenchance sehen, bereitet anderen, vor allem einheimischen Hoteliers, Sorgen.

Nach dem AfD-Vorschlag soll ihr Antrag in der Dezember-Sitzung des Stadtrates beraten werden. Fraktionschef Winter verweist auf die zugespitzte Situation im Hotel- und Gastgewerbe durch den Lockdown und den möglicherweise dauerhaften Wandel für das klassische Tagungsgeschäft. Gerade in diesem Segment solle aber das neue Hotel positioniert werden, speziell als Partner der Bergakademie.

Die Stadtverwaltung war für eine Anfrage zum AfD-Antrag am Freitag nicht zu erreichen. Der österreichische Interessent für das Bauprojekt, die SHR-Gruppe, erklärte auf Anfrage, die Ausschreibung sei ordnungsgemäß erfolgt, sie habe fristgerecht ihr Angebot abgegeben. Man möchte dies daher aktuell nicht weiter öffentlich kommentieren und warte auf den Beschluss der Gremien, so Firmenchef Bertram Mayer. (grit)

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