"Topas" - ein Stein im Mosaik der Wohnungsbau-Vorhaben

Die Städtische Wohnungsgesellschaft Freiberg will in diesem Jahr mehrere Ideen umsetzen. Der Stadtteil Friedeburg bildet dabei einen der Schwerpunkte.

Freiberg.

Wo derzeit noch die Handwerker zugange sind, soll ab August dieses Jahres edel gewohnt werden: Der Umbau des Wohnblocks Arthur-Schulz-Straße 9 bis 17 zum "Haus Topas" läuft auf vollen Touren. Einen ersten Eindruck können Interessenten am 30. März gewinnen, wenn die Städtische Wohnungsgesellschaft Freiberg (SWG) von 10 bis 14 Uhr zu einem Tag der offenen Tür auf die Baustelle einlädt.

Das 4,5-Millionen-Euro-Projekt ist nicht das einzige Vorhaben des Großvermieters für 2019. Die Aktiengesellschaft will laut Vorstand Tom-Hendrik Runge unter anderem in diesem Jahr mit dem Umbau des Nachbargebäudes Arthur-Schulz-Straße 1 bis 7 zum "Haus Türkis" mit 54 Wohnungen beginnen. Später sollen die Häuser "Rubin" und "Smaragd" (Friedeburger Straße 14 bis 20 und 24 bis 32) die "Mineralienhöfe" mit insgesamt 210 Wohnungen komplettieren; die Edelsteine bestimmen die Farbe der Balkone.


Bereits Ende des Monats will die SWG 29 Objekte in der Freiberger Altstadt mit insgesamt 212 Wohn- und Gewerbeeinheiten zurückkaufen, die über den Altstadt-Fonds I saniert worden sind. "Die Finanzierung ist gesichert", erklärt SWG-Prokurist Konstantinos Apostolopoulos. Bei der Auflage des Fonds Mitte der 1990er-Jahre war ein Rückkaufwert von 19,3 Millionen Euro vereinbart worden.

Darüber hinaus soll dieses Jahr der Umbau des Hauses Petriplatz 3 in der Altstadt abgeschlossen werden, der mit rund 1,5 Millionen Euro veranschlagt ist. Auf der Agenda steht zudem der Baustart für die Modernisierung der Annaberger Straße 20 und 22 - die beiden Gebäude seien voriges Jahr zurückgestellt worden, so Runge, weil die Baufirmen keine brauchbaren Angebote gemacht hätten. Auf dem Wohnungsmarkt seien derzeit "fehlende Baukapazitäten und große Planungsunsicherheit bei den Baukosten" zu verzeichnen, urteilt der Vorstand.

Auf der anderen Seite erwarteten die Mieter fertig renovierte Wohnungen, weiß der SWG-Chef: "Es gibt kaum noch die Bereitschaft zu Eigenleistungen, auch nicht bei Studenten." Leer stehende Wohnungen würden daher umfangreich saniert - zum Teil mit Grundrissänderung oder Anbau von Balkonen. Hohe Ansprüche an die Ausstattung gebe es auch bei Gewerberäumen.

Um die hohe Nachfrage nach Bauland für Eigenheime zu decken, hat die SWG 2018 damit begonnen, zehn Grundstücke nahe der Gabelsbergerstraße zu verkaufen. Dieses Jahr sollen zehn weitere Parzellen an der Clausthaler Straße entstehen. "Danach haben wir nur noch geringe Grundstücksreserven für weitere Einfamilienhäuser", betont Runge.

Für den Wasser- und den Seilerberg laufe eine umfassende Portfolio-Analyse: "Wir werten derzeit die Vorschläge aus." Aus einer ähnlichen Studie zu Friedeburg war auch die Idee für die "Mineralienhöfe" entstanden. Aktuell in Planung seien zudem die Buchstraße 5, die Burgstraße 38, der Rote Weg 41/43 und das Quartier an der Gellertstraße.

Die SWG (Städtische Wohnungsgesellschaft Freiberg) ist eine Aktiengesellschaft, die zu 81,5Prozent der Stadt Freiberg und zu 18,5Prozent der Sparkasse Mittelsachsen gehört. Sie verwaltet nach eigenen Angaben rund 5400 Wohnungen und knapp 100 Gewerbeeinheiten; der Leerstand im vermietbaren Bestand wird mit 6,6 Prozent angegeben. Das vorläufige Jahresergebnis 2018 liege bei rund 1,8 Millionen Euro.

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