Touristische Vermarktung wird ab Januar teurer

Tourismusverband erhöht Beiträge - Mitglieder stimmen diesem Schritt zu

Annaberg-Buchholz/Sayda.

Städte und Gemeinden sowie Hoteliers und andere Dienstleister in der Region müssen ab Januar höhere Beiträge für ihre Vermarktung durch den Tourismusverband Erzgebirge (TVE) zahlen. Das ist bei einer Mitgliederversammlung des TVE in Olbernhau einstimmig beschlossen worden. Konkret bedeutet das, dass für Kommunen zwar der grundsätzliche Beitrag von 15 Cent pro Einwohner stabil bleibt. Aber künftig werden pro Übernachtung 23 statt bislang 20 Cent fällig. Zudem wird für die Orte ein Mindestbeitrag von 500 Euro pro Jahr eingeführt. Ebenso entfallen laut TVE-Geschäftsführerin Veronika Hiebl Obergrenzen, die es für Städte und Gemeinden mit sehr vielen Übernachtungen bislang gab.

Letzteres etwa wird im Fall von Oberwiesenthal zu einer deutlichen Erhöhung des Beitrags führen. Musste die Stadt bislang maximal 20.000 Euro pro Jahr an den Tourismusverband Erzgebirge zahlen, werden es künftig rund 40.000 Euro sein. Doch auch in kleineren Orten wirkt sich das Ganze aus. Begründet wird die Erhöhung unter anderem damit, dass die Aufgaben des TVE immer vielfältiger und umfangreicher geworden sowie die Kosten in allen Bereichen gestiegen seien. Die derzeitigen Beiträge gelten seit 2013.

Dass alle Mitglieder der neuen Beitragsordnung zugestimmt haben, nennt Geschäftsführerin Veronika Hiebl einen großen Vertrauensbeweis. "Dafür bin ich sehr dankbar", sagt sie. Dem Verband gehören 376 Mitglieder an, davon 75 Städte und Gemeinden. Diese zahlen aber den höchsten Anteil an den Beiträgen. Doch auch Hoteliers, Vermieter von Ferienwohnungen, Betreiber von Museen und anderen Einrichtungen sind Mitglied im TVE. Sie müssen ab 2019 ebenfalls mit höheren Kosten rechnen.

Das Gebiet des TVE erstreckt sich über den Erzgebirgskreis, Mittelsachsen und den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

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