Warum und was Touristen in Freiberg shoppen

Verkaufsoffener Sonntag: Mieses Wetter und doch viel Begängnis

Freiberg.

Neun Grad und Regen hat zum verkaufsoffenen Sonntag in Freiberg am dritten Advent nicht jeden hinterm Ofen hervorgeholt. "Vielleicht hat das Wetter ein bisschen einen Strich durch die Rechnung gemacht", schätzt Gewerbevereinschefin Anke Krause am Sonntagabend ein. Allerdings habe sie noch keine Rückmeldung von anderen Händlern, weil sie selbst im Laden stand, wie sie sagte. "Aber es waren viele Menschen unterwegs, vor allem Touristen. Und Dresdner, die keinen Mainstream wollen."

Am frühen Nachmittag schlenderten vornehmlich Touristen durch die Stadt. So wie Oskar Grünwald aus Ilmenau (1. Foto) mit seiner Großmutter Loni Grünwald aus Nordhausen (2. Foto). "Ich besuche meine Familie." Den verkaufsoffenen Sonntag nutze er zum Bummeln durch die Innenstadt. "So eine Mischung aus neu und alt findet man nicht so oft." Sein Ziel: Traditionelles weihnachtliches Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge kaufen. Loni Grünwald hat mal in Freiberg gewohnt, sagt sie. "Hier findet man Angebote in den Geschäften und auf dem Christmarkt, die es bei uns nicht gibt. Hier ist alles übersichtlich, geordnet und man kann in Ruhe auswählen." In den Geschäften will sie sich überraschen lassen. Tobias Prietz aus Berlin (3. Foto) ist für einen Tag von Dresden nach Freiberg gekommen. "Die Innenstadt ist gepflegt, klein und fein und in den Geschäften kann man sich beraten lassen. Nächstes Jahr buche ich hier ein Zimmer und nehme mir mehr Zeit." Matthias Bork aus Wittenberg (4. Foto) kennt Freiberg von seiner Zivizeit. "Keine großen Einkaufstempel, kleine Geschäfte mit einem vielseitigen Angebot", lobt er. Auch er will Erzgebirgische Volkskunst kaufen. (mer/cor)

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...