Zwischen Mortelgrund und Okinawa

Thomas Fink betreut zum 7. Mal japanische Gäste in der Saydaer Jugendherberge. Und im Oktober fliegt er zum 7. Mal in das Land der aufgehenden Sonne.

Sayda.

Konnichiwa, auf deutsch Hallo, war in diesen Tagen im Saydaer Mortelgrund öfter zu hören. In der Jugendherberge fand eine deutsch-japanische Begegnung unter dem Thema "Treffen der Kulturen mitten im Erzgebirge" statt. Herbergsleiter Thomas Fink betreute 15Mädchen und Jungen aus dem Land der aufgehenden Sonne sowie 18 deutsche Kinder.

Die jungen Gäste besuchten mit ihren Betreuern unter anderem den Windmühlenhof Dittmannsdorf mit seiner Biolandwirtschaft. Ausflüge in den Steinernen Wald in Chemnitz sowie in die Landeshauptstadt Dresden standen ebenso auf dem Programm. Auch Streifzüge durch die Region, Lagerfeuer sowie Disco fehlten nicht.

Der Herbergsvater ist dabei quasi der "Spiritus Rector. Er wird am 6.Oktober mit den deutschen Schülern nach Japan fliegen und dort die japanischen Freunde wieder treffen, die er hier zwölf Tage betreute. Im Gepäck hat er dann kleine erzgebirgischen Souvenirs. "Dies ist eine freundschaftliche Geste. Wir überreichen sie den Menschen, die uns helfen, ihr Heimatland kennen zu lernen. Die Japaner handhaben dies genauso bei uns", sagt der 57-Jährige.

Für Fink wird es nunmehr der siebente 13-stündige Flug in das ferne Naha, eine 1,2-Millionen-Einwohner-Stadt auf der Insel Okinawa. 16Schüler begleiten ihn. "Ich freue mich schon auf diese zwölf Tage", so Fink. 2007 flog er das erste Mal in das ferne Land. "Ich war bis dahin noch nie geflogen und hatte unheimliche Flugangst", erinnert sich der Erzgebirger.

Die Ankunft in Japan sei jedes Mal wieder beeindruckend, wenn Angestellte Spalier stehen und die Deutschen mit einer kleinen Verbeugung begrüßen. Anschließend werde die deutsche Flagge gehisst. Der Besuch einer japanischen internationalen Schule mit vier Stunden Unterricht sei für die Mädchen und Jungen genauso interessant wie eine Wasserwanderung, das Baden im nahe gelegenen Pazifik oder der Besuch des zweitgrößten Outdoor-Meeresmuseums in Japan.

Ein zweitägiger Aufenthalt in einer japanischen Gastfamilie ist der Höhepunkt. "Dann wird vor allem Englisch gesprochen, aber wir legen aus reiner Gastfreundschaft auch Wert darauf, dass die Schüler, die wenigen japanischen Wörter, die sie gelernt haben, anwenden", betont Fink. Der Aufenthalt in den Gastfamilien ist nicht zuletzt der Grund dafür, dass zur Verabschiedung einige Tränen kullern.

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