Landratsamt: Windräder grundsätzlich erlaubt

Obwohl Frankenau nicht im Regionalplan steht, soll Anlagenbau gestattet sein

Mittweida/Königshain-Wiederau.

Ende September hatten die Bürgermeister von Mittweida und Königshain-Wiederau, Ralf Schreiber und Johannes Voigt, dem Landratsamt Mittelsachsen eine Unterschriftenliste von Bürgern übergeben, die sich gegen den Aufbau von sieben Windrädern im Bereich des Mittweidaer Ortsteils Frankenau sowie in Königshain und Wiederau richtet. Nun hat das Landratsamt den beiden Bürgermeistern geantwortet.

In dem Schreiben, das vom Ersten Beigeordneten des Landrats, Lothar Beier, unterschrieben ist und "Freie Presse" vorliegt, geht es vor allem um juristische Fragen in Bezug auf den Neubau von Windenergieanlagen. Daraus geht unter anderem hervor, dass - so lange immissions-, arbeits- oder naturschutzrechtliche Vorgaben eingehalten werden - Windenergieanlagen mit einer Gesamthöhe von mehr als 50 Metern grundsätzlich genehmigt werden müssen. Bislang seien für das Vorhaben allerdings noch keine konkreten und prüffähigen Unterlagen beim Landratsamt eingegangen, sodass mit der Prüfung noch nicht begonnen werden konnte.

Im Regionalplan, in dem Vorrang- und Eignungsgebiete für Windräder ausgewiesen sind, sind Frankenau, Königshain und Wiederau nicht enthalten. Allerdings, erklärt das Landratsamt, entfalte der Regionalplan aufgrund entsprechender Gerichtsurteile inzwischen kaum noch steuernde Wirkung. Dass die Orte nicht als mögliche Standorte für Windräder benannt sind, steht den Bauplänen somit nicht grundsätzlich entgegen.

Errichten will den Windpark die Mittelsächsische Bürgerenergiegenossenschaft (MSE). Dabei handelt es sich um ein gemeinsames Projekt der Unternehmen Agraset Naundorf, Energieanlagen Frank Bündig, Volksbank Mittweida und Regiobus. Aus nachwachsenden Rohstoffen, organischen Substanzen und Windenergie will die Genossenschaft elektrische Energie und erneuerbare Gase erzeugen und den Bürgern zur Verfügung stellen.

Laut dem Chef der Firma Energieanlagen Frank Bündig sollen die geplanten Windräder eine Nabenhöhe von je 166 Metern haben.

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