Kretschmer warnt vor Hass und Extremismus in Deutschland

Markneukirchen (dpa/sn) - Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) hat ein entschiedenes Handeln gegen Hass und Extremismus in Deutschland angemahnt. Er sei extrem erschrocken über das Klima und die Reden, die inzwischen gehalten werden, sagte er am Samstag auf einem CDU-Landesparteitag in Markneukirchen. AfD-Funktionäre würden wie Neonazis sprechen, mit Demagogie und Bösartigkeit andere abschätzig beurteilen, die Geschichte verdrehen und in ihren Reden einen furchtbaren Geist verbreiten: «Denen müssen wir entgegentreten.»

«Die Bundesrepublik Deutschland ist deswegen wieder in der internationalen Weltgemeinschaft anerkannt worden, weil sie sich nach 1945 zu diesen dunklen, schwierigen, furchtbaren Zeiten und Seiten ihrer Geschichte bekannt hat», sagte Kretschmer. Deutsche Politiker müssten immer verantwortlich damit umgehen und versuchen, alles dafür zu tun, «dass diese Welt eine gute ist und Deutschland dazu einen Beitrag leisten kann».

Kretschmer forderte zu Zivilcourage auf. Jeder müsse bei abschätzigen Bemerkungen über Ausländer, über die Demokratie oder über Politiker widersprechen - ob im Bekanntenkreis, auf Arbeit oder im Sportverein: «Wir Deutschen dürfen keine Schlafwandler sein, wenn es um unsere Freiheit, um unsere Demokratie geht.» Man habe sehen können, wie aus Gedanken Worte und aus Worten Taten werden. Es gebe eine Linie vom Nationalsozialistischen Untergrund über Oslo und Christchurch bis nach Halle.

9Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    2
    Interessierte
    24.11.2019

    Beides ist doch schon da , hat er das noch nicht bemerkt ?

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    Malleo
    24.11.2019

    diste
    Kommen Sie bei Personen auch mal ohne Attribut aus?
    Ich muss nicht graben, sicher!

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    3
    Distelblüte
    24.11.2019

    @Malleo: Ich halte es hier mit dem Philosophen Karl Popper, der das Toleranz-Paradoxon formuliert hat: gewährt man den intoleranten Kräften Toleranz, so ist die Toleranz insgesamt in Gefahr.
    Ausführlicher steht es unter anderem hier:
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
    Um auf die von Ihnen zitierten Beispiele zurück zu kommen: Herr Maas hat recht.
    Den Pfarrer mit der rechten Schlagseite haben Sie bei Tichys Einblick ausgegraben, scheint es.

  • 6
    3
    Malleo
    16.11.2019

    distel…
    Für Sie zum Nachdenken!
    "Die Feinde der Freiheit verdienen keine Freiheit" Maas, Außenminister
    "Freiheit selbst den Feinden der Freiheit" Pfarrer A. Zorn
    Wie halten Sie es?

  • 5
    4
    Lesemuffel
    16.11.2019

    Distelblüte, ist das ihr gebetsmühlenartig vorgetragene Standardsatz? Wenn ein Gericht entschieden hat, dass es nicht verboten ist, einen Menschen mit dem Schimpfwort "Faschist" zu bezeichnen, muss dieser Mensch doch kein Faschist sein. Heutzutage wird Unglaubliches in eine Richtung erlaubt. (Ausnahme die erlaubte schwere Beleidigung von Künast/GRÜNE) Mit solchen Haltungen wird die Zersplitterung der Gesellschaft massiv betrieben, ungeachtet der schrecklichen Folgen. Man verennt sich, verbaut jeden Weg zurück zur Normalität. Politiker der sog. demokr. Parteien machen keine Politik mehr sondern nur noch Diffamierungskampagnen in BT, LT'n, Medien gegen "Faschisten". Quo, vadis Deutschland?

  • 5
    1
    OlafF
    16.11.2019

    ...Kretschmer forderte zu Zivilcourage auf. Jeder müsse bei abschätzigen Bemerkungen über Ausländer, über die Demokratie oder über Politiker widersprechen - ob im Bekanntenkreis, auf Arbeit oder im Sportverein: «Wir Deutschen dürfen keine Schlafwandler sein, wenn es um unsere Freiheit, um unsere Demokratie geht...

    Könnte man unterschreiben, wenn dies auch bei abschätzige Bemerkungen über "Innländer" gilt. Und diese Regel gilt für Alle, nicht nur für Deutsche (!).

  • 3
    8
    Distelblüte
    16.11.2019

    MP Kretschmer war kürzlich im Bundestag und hat afd-Politiker sprechen hören. Er hat recht.
    Dass mal wieder Faschisten dort sitzen und in Anspruch nehmen, Vertreter des Volkes zu sein, bleibt ein Unding.

  • 7
    5
    Lesemuffel
    16.11.2019

    Wo ist die Zivilcourage gegenüber dem politischen Gegner? Gilt dort nicht, was man weltweit fordert? Mehr Hass und Extremismus bei der Ausgrenzung der Oppositionspartei ist einer wehrhaften Demokratie doch unwürdig.

  • 7
    4
    ths1
    16.11.2019

    Der Hass, den Kretschmer gegenüber der AfD schürt, ist bedenklich und macht Angst. So schüttet man keine Gräben zu, so gräbt man diese nur noch tiefer.



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