Linken-Politikerin fordert mehr Bemühung gegen Rassismus

Dresden (dpa/sn) - Angesichts der nach wie vor hohen Zahl von Angriffen auf Geflüchtete hat die Landtagsabgeordnete der Linken, Juliane Nagel, mehr Engagement gegen Rassismus gefordert. «Fast jeden Tag wird in Sachsen eine geflüchtete Person angegriffen, beleidigt oder bedroht», sagte sie am Dienstag und verwies auf die Antwort des Dresdner Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage. Danach stehen für das vergangene Jahr 289 Angriffe mit acht Verletzten zu Buche; dazu kommen 16 Straftaten gegen Asylunterkünfte. «Das darf nicht hingenommen werden», verlangte Nagel.

Ernüchternd nannte sie die demzufolge gesunkene Aufklärungsquote. Wurden 2016 rund 88 Prozent der Ermittlungsverfahren mangels Täter eingestellt, waren es 2017 mehr als 78 und 2018 rund 63 Prozent. «Jede Straftat - ob gegen Personen oder Unterkünfte, ob Bedrohungen, Sachbeschädigungen oder Körperverletzungen - bleibt eine zu viel», unterstrich Nagel. Der Freistaat müsse Flüchtlinge besser schützen. Sie forderte den Innenminister auf, sich «auf die Bekämpfung des virulenten Rassismus zu besinnen», statt Vorurteile gegen vermeintlich allgegenwärtige «kriminelle Ausländer» mit zu spinnen.

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3Kommentare
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  • 3
    4
    BlackSheep
    13.02.2019

    @hartmann856, ich spreche aus Erfahrung, ist nicht heilbar. Aber die einsitigen und voreingenommenen Sichtweisen bei solchen Themen finde ich ziemlich nervig und das äußert sich in Whataboutism.

  • 3
    3
    hartmann856
    13.02.2019

    "Komisch, habe von den Linken nichts gehört als Flüchtlinge Deutsche angegriffen haben, ist das Rassismus?"
    Nein, das ist so per se erstmal nicht zwingend Rassismus. Das ist whataboutism. Ist aber heilbar.

  • 4
    6
    BlackSheep
    12.02.2019

    Komisch, habe von den Linken nichts gehört als Flüchtlinge Deutsche angegriffen haben, ist das Rassismus?



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