Wintermezzo in Sachsen: Neuschnee und Kälte durch «Keywan»

Der Frühling hat begonnen, es herrscht Sommerzeit, aber der Winter weicht nicht. Nach einem kurzen Vorgeschmack auf Wärme und Licht herrscht wieder Winterfeeling - zumindest in den Bergen.

Leipzig (dpa/sn) - Der Winter ist zurück in Sachsen. Bis ins Tiefland schneite es bei Minusgraden in der Nacht zum Montag. Zwischen Lausitzer Bergland und Westerzgebirge fielen ein bis fünf Zentimeter Neuschnee, der 1215 Meter hohe Fichtelberg meldete 19 Zentimeter weiße Pracht. «Ansonsten gibt es nur noch Flecken wie am Dresdner Flughafen», sagte ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig. Dagegen reiche es in Zinnwald (Osterzgebirge) etwa mit zehn Zentimeter noch zum Rodeln. Der Verkehr rollte dennoch ohne größere Probleme.

Während die Temperaturen tagsüber wieder über den Gefrierpunkt auf drei bis fünf Grad anstiegen, bleibt es auf den Höhen im Minusbereich. Mit minus 11,3 Grad wurde der frostige Rekord in Deutschneudorf-Brüderwiese (Erzgebirge) erreicht. Nach Angaben des Verkehrswarndienstes in Dresden gab es am frühen Morgen nur in der Lausitz und bei Annaberg-Buchholz (Erzgebirgskreis) Schwierigkeiten auf zwei Straßen. Dort standen Lkw aufgrund von Glätte quer, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte. «Das wurde aber schnell behoben.»

In den Hochlagen bleibt der Dauerfrost, wie der Meteorologe sagte. Mit dem Hochdruckgebiet «Keywan» werden von Norden her ab dem Abend und in der Nacht neue Schauer über den Freistaat ziehen. «Es sind ein bis fünf Zentimeter Neuschnee zu erwarten.» Auch wenn es zum Ende der Woche Stück für Stück wärmer wird, lasse der richtige Frühling auf sich warten, sagte der Meteorologe. Zumindest die Temperaturen würden aber wieder zweistellig.

Nach der vorläufigen März-Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war Sachsen neben Thüringen mit 4,6 Grad das kühlste Bundesland und Carlsfeld (Erzgebirge) mit minus 11,4 Grad (23. März) der kälteste Ort Deutschlands im ersten Frühlingsmonat. Es fielen knapp 45 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, die Sonne schien etwa 175 Stunden.


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