Adorf zieht Zaun gegen Wildschweine um Freibad

Stabstahlmatten sollen helfen: Die Stadt will sich nicht ein drittes Mal die Liegewiese ihres Wald- bades umpflügen lassen.

Adorf.

Ungebetenen Gästen will die Stadt Adorf künftig in ihrem Waldbad Einhalt gebieten. Dazu soll die Einfriedung des Geländes am Stadtrand nun mit einem 1,80 Meter Stabstahlmattenzaun komplettiert werden. Bezahlt werden die Arbeiten, die noch im Dezember starten sollen, aus dieses Jahr nicht abgerufenen Mitteln aus dem Stadtumbaugebiet Südliche Altstadt/Schillerstraße. Den Auftrag hat der Technische Ausschuss des Stadtrates jetzt für 20.400 Euro brutto einstimmig an den Forstbetrieb Krüger aus Markneukirchen vergeben.

Die Auftragssumme kommt deshalb zustande, weil Teil des Zaunbaus zwei 2,50 Meter breite Tore sowie ein weiterer, ein Meter breiter Zugang sind, erläuterte Stadtbaumeister Mario Beine. Die Arbeiten starten am Badzugang, ziehen sich dann rechtsseitig bergwärts, knüpfen an den Maschendrahtzaun eines privaten Grundstücks an und enden schließlich an der bestehenden Einfriedung der Miniaturschauanlage Klein-Vogtland. Besonders der Abschnitt zum Wald war für Wildtiere eine Einladung, auf das Badgelände einzudringen und sich hier auszutoben. "Die vierbeinigen Freunde haben zweimal alles aufgewühlt und die gesamte Liegewiese zerstört", erklärte Bürgermeister Rico Schmidt (SPD). "Die Stabstahlmatten sollten sie abhalten", so das Stadtoberhaupt.

Bereits bei der Komplettsanierung des Waldbades nach den großen Schäden durch das Hochwasser im Mai 2018 waren einige Abschnitte der Einfriedung durch einen Zaun mit Stabstahlmatten erneuert worden. In den Teilbereichen, die nun an die Reihe kommen, befindet sich der bestehende Zaun nach Angaben der Stadtverwaltung von Adorf in einem schlechten Zustand.

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