Atemschutz: Wehr erlebt Problem live

Die bisherigen Geräte der Bösenbrunner Freiwilligen Feuerwehr funktionierten nicht mehr. Was das heißt, wurde bei einer Übung klar. Nun ist Abhilfe da.

Bösenbrunn.

Fast jede Gemeinde im Vogtland hat jedes Jahr im Haushalt Ausgaben für Feuerwehrtechnik stehen. Dass dies für Schutz von Bürgern wie Kameraden nötig ist, belegt ein Beispiel aus Bösenbrunn. Hier waren die Atemschutzgeräte der Wehr seit Ende September nicht einsatzbereit. Im Fall der Übung im früheren Wohnheim Schönbrunn hieß das: Zwar war der Ernstfall nur angenommen, aber es dauerte länger, bis Kameraden mit funktionierendem Atemschutz zu den Menschen im verrauchten Gebäude vordringen konnten. Das Problem ist vorbei: Die Gemeinde konnte mit Fördermitteln neue Technik kaufen - im Dezember wurden die Atemschutzträger daran ausgebildet.

Die Technik war Thema zur Jahreshauptversammlung der Bösenbrunner Wehr. Im vorigen Jahr zählte diese 27 Mitglieder, davon 16 aktive und elf in der Alters- und Ehrenabteilung, sagte Wehrleiter Falk Hager. Die Zahl der Aktiven ist inzwischen auf 14 zurückgegangen. Zum einen verstarb Axel Dunger im September plötzlich mit 50 Jahren - ihm wurde mit einer Schweigeminute gedacht. Zum anderen schied Manuel Meixner durch Umzug aus. "Insgeheim hoffen wir, dass du wiederkommst", so der Wehrleiter.

Für 50 Jahre aktiven Dienst in der Wehr wurde Lothar Seiler durch die Wehrleitung, Bürgermeister Berthold Valentin, Gemeindewehrleiter Rico Steudel sowie Wolfgang Jahn vom Kreisfeuerwehrverband ausgezeichnet. Für 25 Jahre in der Wehr wurde Jörg Ueberschaer geehrt. In der Statistik für 2018 verzeichnet die Wehr sieben Einsätze, darunter zwei Waldbrände sowie technische Hilfeleistungen bei Unfall, Hochwasser, Sturmschaden sowie Ölspur. Absolviert wurden 521 Ausbildungsstunden, Schulungen fanden aller 14 Tage statt. Zwei Mitglieder absolvierten die Ausbildung im in Klingenthal-Mühlleithen aufgestellten Heißcontainer. Dieses gut angenommene Training soll fortgesetzt und langfristig von allen Atemschutzgeräteträgern absolviert werden.

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