Bahnpläne: Kurort schickt Brief an Keil

Bad Brambacher Räte drängen auf Positionierung

Bad Brambach.

In der Diskussion zu den Plänen mit der Bahnstrecke Plauen-Cheb/Eger fordern die Bad Brambacher Gemeinderäte Informationen aus der Kreispolitik ein. Nachdem zuletzt wieder Funkstille herrschte, soll nun Landrat Rolf Keil (CDU) Farbe bekennen. Bürgermeister Maik Schüller (parteilos) wird eine offizielle Anfrage an Keil richten, kamen die Gemeinderäte am Mittwoch überein - und Torsten Schnurre (FDP) machte zudem Druck, dass Schüller auch in Schreiben an die einzelnen Kreistagsfraktionen sich um Informationen bemüht. Hintergrund: Der Gemeinderat hatte sich bereits im Herbst 2019 darauf verständigt, rasch öffentlich Position zu Punkten wie zweigleisiger Ausbau und Elektrifizierung zu beziehen.

"Wir können damit nicht ewig warten", mahnte Ronny Muck (Dorfgemeinschaft Raun/Gürth). Jetzt einen Einspruch zu erheben, sei nicht wirkungslos, meinte er. Einen Beschluss lieber heute als morgen will Andreas Zuber (Zukunft für Bad Brambach). "Auf welche Infos wartet ihr denn noch?", machte er seinen Kollegen Dampf - in der Sorge, es sei alles entschieden und zu spät zu reagieren. Andere waren zurückhaltender. "Wir schießen ins Blaue", befürchtet Kathrin Stübiger (CDU).

Bürgermeister Maik Schüller will lieber eine solide Informationsbasis, um daraus eine Entscheidung treffen zu können. "Derzeit leben wir in einer Welt der Fantasie", kritisierte er die Informationspolitik im Kreis. In diesem Punkt waren sich die Räte dann einig: Es sei ein Unding, dass sie sich die Wirtschaftlichkeitsstudie zur Bahnstrecke auf Umwegen organisieren mussten. (hagr)


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