Beckerhaus: Interessenten reisen an

Entscheidung zu Adorfer Immobilie soll im Herbst

Adorf.

In Adorf gibt es in Kürze Vororttermine mit Unternehmern, die sich für das vom Abriss bedrohte Geburtshaus des Komponisten und Chorleiters Reinhold Becker am Marktplatz interessieren.

Bürgermeister Rico Schmidt (SPD) verhandelt nach eigenen Worten mit den beiden Interessenten, die auf den Aufruf der Stadt zum Gebäude angebissen hatten. Die Besichtigung des denkmalgeschützten Hauses soll entscheiden, ob sie sich vorstellen können, in die Immobilie Geld zu stecken - auch mit den nötigen Investitionen in die Statik, erklärte Schmidt auf Anfrage von "Freie Presse". Am gestrigen Mittwoch lief die zwei- bis dreimonatige Frist ab, die sich der Stadtrat selbst zum Beckerhaus gegeben hatte. Im Juni hatte Bauplaner Klaus Knüpfer über Varianten informiert, wie das Haus erhalten werden könnte.

Die Stadt hatte sich mit Sachsens Landeskonservator Alf Furkert darauf verständigt, nochmals gezielt nach Interessenten für das Haus in schlechtem Bauzustand zu suchen. Diese müssten für das stadtgeschichtlich wichtige Gebäude mit 220 Quadratmeter Nutzfläche viel Geld in die Hand nehmen: 1,25 Millionen Euro für Rohbau-Erhalt und Innenausbau. Der Denkmalschutz will dies hoch fördern. "Den Oktober warten wir noch ab. Dann müssen wir weitersehen", sagte der Adorfer Bürgermeister auf Nachfrage gegenüber "Freie Presse". (hagr)

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