Brücke im Elstertal soll zerstörte Anbindung an die B 92 ersetzen

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Es wird konkret bei der Kreuzung der Kreisstraße bei der Alraunmühle. Warum Eichigts Wunschvariante als chancenlos gilt.

Elstertal/Hundsgrün.

Der Bau der Kreuzung B 92/Kreisstraße nach Hundsgrün nahe der Alraunmühle in Elstertal nimmt Formen an: In einer digitalen Konferenz sind vor wenigen Tagen mögliche Varianten vorgestellt worden, wie die beim Hochwasser im Mai 2018 zerstörte Anbindung neu errichtet werden kann. Der Abzweig aus Richtung Oelsnitz war dabei vor zweieinhalb Jahren weggebrochen. Die bestehende Zufahrt aus südlicher Richtung mündet in sehr spitzem Winkel in die Bundesstraße. Alles andere als normgerecht, das ist länger bekannt.

Für die Gemeinde Eichigt nahm Vizebürgermeister Stephan Meinel (Bürger für Eichigt) am Onlinetermin teil. Die Möglichkeit, hier frühzeitig gehört zu werden, auch wenn keine der betreffenden Straßen der Kommune gehört, hob Bürgermeister Christoph Stölzel (parteilos) hervor und lobte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr dafür. Eichigt hatte sich frühzeitig für eine große Kreuzung ausgesprochen, die neben dem Abzweig in Richtung Bahnhof Hundsgrün auch die Anbindung der Kreisstraße Richtung Unterwürschnitz einschließt. "Die Variante bleibt im Gespräch, ist aber nicht die Vorzugsvariante", teilte Meinel im Ergebnis der Digitalkonferenz mit. "Aus Umweltgründen ist das die schlechteste Variante. Es gibt Bedenken wegen des Flora-Fauna-Habitat-Gebietes, das Höhenprofil der B 92 müsste abgesenkt werden, vor der Alraunmühle käme ein Wall. Da sind die Bewohner natürlich nicht begeistert", fasste Stephan Meinel zusammen, der mit CDU-Mandat auch im Kreistag sitzt.

Als Favorit schält sich laut Meinel eine anderer Vorschlag heraus: Eine längere Brücke sowohl über die Weiße Elster als auch über deren Umflutkanal, in direkter Linie von der aktuellen Brücke zur B 92. "Die überörtlichen Umweltorgane sind vom Bau gar nicht begeistert. Es gibt aber keine andere Möglichkeit. Die momentane Anbindung ist nicht verkehrsgerecht, da nicht rechtwinklig", sagt der Vizebürgermeister. Eine längere Brücke statt zwei kleinere Brücke soll laut Meinel zudem für einen möglichst hohen Durchfluss im Fall erneuter Hochwasser sorgen. Gesprächsbedarf bestehe auch hier, da auch diese Variante mit einem Damm in Richtung eines Privathauses nahe der Brücke arbeitet, erkläre Meinel als Resümee der drei diskutierten Varianten.

Bis die Straßen- und Brückenbaupläne im Elstertal in die Realität umgesetzt werden können, wird noch viel Wasser die Weiße Elster abwärts fließen. "Die nächsten vier Jahre passiert nix", so Stölzel. "Ein Jahr Planung, ein Jahr Planfeststellung, dreieinhalb Jahre Baurecht herstellen", rechnet er vor. Die Digitalkonferenz war der Ersatz für zwei erst angesetzte, dann aber wieder abgeblasene Vor-Ort-Termine. Begründet wurde dies mit der Coronapandemie.

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11 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    1
    Tauchsieder
    02.02.2021

    Es müsste doch das LASuV endlich mal begriffen haben, dass der Neubau einer Straße/Brück in einem FFH-Gebiet so nicht umsetzbar ist. Seit wie viel Jahren schlägt man sich in Flöha vor Gericht herum, oder in Freiberg. Man muss hier vor Ort auch nicht so weit gehen um ein negatives Beispiel zu sehen, man braucht nur ein paar Kilometer die B92 in Richtung Adorf zu fahren. Dort befindet sich der Schwarzbau des LRA Vogtlandkreis im gleichen FFH-Gebiet und was dazu die Gerichte gesagt haben kann man in dem Gerichtsbeschluss nachlesen. Auch zeigt das LASuV keine Alternativen auf, ohne dieses Schutzgebiet zu vernichten. Es sind lediglich drei Ausbauvarianten die alle drei in das Gebiet massiv eingreifen. Mit Alternativen hat dies nichts zu tun.