In Kürze Baurecht für XXL-Edeka in Markneukirchen

Am Donnerstag will der Stadtrat einen Haken an den Bebauungsplan machen. Die Geländesanierung geht derweil voran.

Markneukirchen.

Nach fast zwei Jahren ist die Stadt Markneukirchen beim Bebauungsplan für den geplanten XXL-Edeka an der Poststraße (1700 Quadratmeter Verkaufsfläche) auf der Zielgeraden. Im Stadtrat soll am Donnerstag mit fast drei Dutzend Einzelbeschlüssen über Bedenken und Anregungen befunden werden. Danach wird der Plan beschlossen - dann dürfte einem Bauantrag nichts mehr Wege stehen.

Der Technische Ausschuss des Rates hat vor wenigen Tagen diese Vorgehensweise mehrheitlich empfohlen. "Hoffentlich gibt es dann mal grünes Licht", meinte Marcus Stowasser (CDU). "Der Bauherr steht Gewehr bei Fuß", so Bürgermeister Andreas Rubner (parteilos) und verwies darauf, dass Edeka eine unterirdische Abwasserrückhaltung bauen muss. Das ist üblich, erklärte Vizebürgermeister Matthias Kreul (Freie Wähler), der als Planer arbeitet.

Derzeit gibt es bereits rege Bautätigkeit auf dem Gelände. Seit Ende August saniert der Versorger Eins Energie in Sachsen das alte Gaswerkgelände. Aktuell liegen die mit 1,4 Millionen Euro kalkulierten Arbeiten (davon 90 Prozent Förderung durch den Freistaat) im Zeitplan. "Bei der Erkundung des Geländes haben wir keine ungewöhnlichen Funde gemacht. Es befinden sich zum Teil Leitungen und Fundamente im Boden. Das sind die Dinge, von denen wir wussten und mit denen wir gerechnet haben", sagt Eins- Sprecher Kay-Uwe Boin. "Ein Faktor, den wir nicht beeinflussen können, ist das Wetter. Bei besonders schlechtem Wetter mit sehr viel Schnee ist es möglich, dass sich Arbeiten verzögern. Derzeit gehen wir davon aus, dass die Arbeiten wie geplant im Dezember beendet werden können", gibt Boin Auskunft.

Die Stadt selbst baut im Bereich nur die Straße und nebenan die neue Brücke in der Poststraße - alles andere ist Sache von Edeka. Rubner stellte klar, dass die Sanierung des verunreinigten Geländes aus mehr als 80 Jahren Gaserzeugung aus Gründen des Umweltschutzes lange anstand. "Es wird nicht gemacht, weil Edeka das will", betonte er. Matthias Kreul wollte sich unterdessen vielen kritischen Stimmen aus der Bevölkerung zu den Edeka-Plänen nicht anschließen. "Ich sehe es nicht so negativ, dass der Edeka nur abzieht", könnte er sich vorstellen, dass er durchaus "auch eine Magnetwirkung entfalten" kann.

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