Kinderkrippe in Eichigt bis Ende 2021 ausgelastet

Die Tagesstätte Juniorkiste ist gut nachgefragt. Welchen großen Wunsch Leiterin Madlen Rödel für die nächsten Jahre hegt.

Eichigt.

Die Kindertagesstätte Eichigter Juniorkiste ist beliebt: Aktuell betreuen die acht Erzieher und zwei Praktikanten 90 Kinder, 50 im Hort und 40 im Kindergarten. Diese zahlen nannte Leiterin Madlen Rödel, die im Gemeinderat über die Arbeit der Kita informierte. Die 29-Jährige stammt aus Obertriebel und ist seit Anfang März 2018 im Haus.

Vor allem eine Aussage von Madlen Rödel ließ die Räte aufhorchen: Die Krippe ist mit 15 Kindern bis Ende 2021 ausgelastet. "Wie reagieren wir, wenn jemand kommt und einen Krippenplatz will? Wir können ja von den Leuten nicht verlangen, dass sie ihre Kinder andernorts betreuen lassen", hakte Abgeordneter Udo Apelt (SPD) nach. "Ein Aufstocken der Plätze wäre möglich. Aber das will ich eigentlich nicht", sagte Madlen Rödel - und verwies auf den Knackpunkt: Pro fünf Krippenkinder braucht es eine Erzieherin in Vollzeit. Die Chance, tatsächlich eine zu finden, stufte die studierte Sozialpädagogin mit Blick auf den umkämpften Arbeitsmarkt als sehr gering ein. Zudem bräuchte es ein weiteres Zimmer, dass dann nur für Krippenzwecke genutzt werden dürfte. "Es findet sich immer eine Möglichkeit", setzt Madlen Rödel daher eher auf eine befristete Sonder- oder Ausnahmegenehmigung in Absprache mit dem Jugendamt. Als Plus der Kita sieht sie die enge Zusammenarbeit mit den Eltern, viele Angebote und Termine - so einen Weihnachtsmarkt am Nikolaustag.

In der entstehenden neuen Konzeption für die Kita wird Madlen Rödel auch einen großen Wunsch für die nächsten zwei, drei Jahre formulieren: Den Umbau des Gartens, der mit seiner Schräglage aktuell eine Herausforderung ist. 2020 fällt hier der Startschuss mit der Umgestaltung von Ausgänge und Gartenzugang, verwies Bürgermeister Christoph Stölzel (parteilos) auf geplante Ausgaben von 120 bis 130.000 Euro. "Es sind auch Ideen der Kita gefragt. Dann müssen wir überlegen, ob wir hier einen Architekten oder Landschaftsplaner benötigen", sagte er.

Aus traurigem Anlass war die Kita bereits zuvor Thema gewesen. Stölzel und die Räte würdigten die Verdienste der langjährigen Leiterin Steffi Hendel, die im Alter von 55 Jahren gestorben war und Mitte November zu Grabe getragen wurde.

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