Mühlentals Rat tagt in Schöneck

Trotz vieler Vorbehalte weicht das Ortsparlament in die Nachbarkommune aus. Wie es der Bürgermeister begründet.

Mühlental.

Der Mühlentaler Gemeinderat wird am nächsten Donnerstag nicht in der Gemeinde zusammenkommen, sondern in der Stadt Schöneck, mit der seit 22 Jahren eine Verwaltungsgemeinschaft besteht. Die öffentliche Sitzung findet ab 19 Uhr im Schönecker Bürgerhaus, Kirchstraße 7, statt. Entschieden über den Tagungsort hat Bürgermeister Heiko Spranger (Freie Wähler Marieney-Saalig). "Ich kann aber versichern, dass durch die Wahl der Räumlichkeit für die Ratssitzung am 12. November keine geheime Eingemeindung nach Schöneck vorbereitet wird", versucht Spranger auf Anfrage vorzubauen, was die Vorkämpfer einer Eigenständigkeit Mühlentals mutmaßen könnten.

Der Grund für den Raumwechsel ist nach Angaben Sprangers ein anderer. Seit Beginn der Coronapandemie hatte Mühlentals Gemeinderat für Sitzungen das Bürgerhaus in Marieney verlassen und war in den Speisesaal der Agrargenossenschaft Tirschendorf (AGT) in Willitzgrün gewechselt. Über diese Möglichkeit sei er sehr dankbar gewesen, lobt Spranger die Unterstützung durch Wieland Heckel, den Vorstandsvorsitzenden des Landwirtschaftsbetriebes. Nun aber: "Durch die aktuelle Coronaschutzverordnung ist es der Geschäftsführung der AGT nicht mehr möglich, uns die Räumlichkeiten in ihrem Hause zur Verfügung zu stellen. Es wurden Alternativen in der Gemeinde gesucht. Leider gibt es keine passenden, die die derzeitigen Anforderungen erfüllen", erklärt der Bürgermeister. In den benachbarten Orten außerhalb der Verwaltungsgemeinschaft wie Adorf oder Oelsnitz wurde dabei indes nicht gesucht. "Da die Gemeinde Mühlental mit der Stadt Schöneck eine Verwaltungsgemeinschaft bildet und die Räumlichkeit in Schöneck zum Termin frei ist, stellte sich diese Frage nicht", sagte Spranger.

Das Bürgerhaus nutzt bereits der Schönecker Stadtrat in der Coronapandemie statt des Rathauses für die Rats- und Ausschusssitzungen. Bei der Sitzung am Donnerstag geht es unter anderem um die Verwendung der Kommunalpauschale des Freistaates von 70.000 Euro für das laufende Jahr sowie eine überplanmäßige Ausgabe zum Umstellen des Finanzprogramms im Jahr 2021. Auch eine Bürgerfragestunde ist vorgesehen. Der Kindergarten in Marieney, über den zuletzt mehrfach diskutiert wurde, steht nicht auf dem öffentlichen Teil der Tagesordnung.

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