Neuer Heimatverein legt gleich los: Gruseltour in Vorbereitung

Ein Dutzend Mitglieder gründete am Donnerstag im der Gaststätte Weiberzorn einen neuen Verein. Was hat er sich auf die Fahnen geschrieben?

Schöneck.

Einen erhöhten Adrenalinspiegel für die Besucher verspricht die für den 31. Januar geplante Tour durch Schöneck mit Nachtwächter Ralf Edler. "Es soll ein Grusel-Rundgang werden, bei dem auch die Mitglieder der Theatertruppe zu erleben sind", verriet Edler. Die ungewöhnliche Nachtwächter-Führung wird - nach der Buch- lesung von Ralf Edler am 19. Januar im Zigarren- und Heimatmuseum - der erste öffentliche Auftritt des am Donnerstag gegründeten Heimatvereins sein.

Zwölf Interessenten aus Schöneck, Gunzen und Markneukirchen traten bei der Gründungsversammlung am Donnerstag in der Gaststätte Weiberzorn dem neuen Heimatverein bei. Den Vorstand bildet ein Quartett: Ralf Edler als Vorsitzender, Sylvia Roth ist seine Stellvertreterin, Cordula Zeidler ist für die Vereinskasse zuständig, Kerstin Weinper für den Bereich Kommunikation/ Pressearbeit. Der Gründungsversammlung vorausgegangen waren mehrere Gesprächsrunden, juristischen Beistand gab die Stadtverwaltung durch Sabine Wahlich.

Unterstützung für den neuen Verein bot der gebürtige Schönecker Bernd Zahn an, der sich seit 25 Jahren im Heimatverein Markneukirchen engagiert und gleich für den Schönecker Verein eine Spende für einen finanziellen Grundstock beisteuerte. "Nicht alles beim Alten lassen, auch Neues gestalten", gab der Schönecker Moosmann Jürgen Böhm den Vereinsmitgliedern mit auf den Weg. Von einem wichtigen Impuls für Schöneck sprach der stellvertretende Bürgermeister Ralf Jäkel (Freie Wähler): "Wir brauchen engagierte Leute in der Stadt". Der Gunzener Andreas Engelbrecht verwies darauf, dass der Heimat- verein auch touristische Projekte im Blick haben sollte.

Das wolle man, machte Ralf Edler deutlich. Ein wichtiges Vorhaben ist aus seiner Sicht die Neugestaltung des Stadtparks. Darüber wurde im Stadtrat schon oft gesprochen, es gab auch Anregungen wie einen Moosmannweg von Jürgen Böhm. Getan hat sich aber sehr wenig. Voraussichtlich Ende April will der Heimatverein deshalb mit den Schönecker Stadträten das Thema wieder aufgreifen. Sylvia Roth sieht zudem Handlungsbedarf bei der Instandhaltung der Wanderwege.

Angeregt wurde zur 650-Jahr-Feier der Stadt im August eine Sonderausstellung zu Kaiser Karl IV., dem Schöneck viel verdankt. Unterstützung dabei hat die Uni Leipzig angeboten. "Museumsbesucher wollen in der Regel wenig lesen. Sie möchten was zum Anschauen", meinte dazu Angelika Thiem, die mit ihrem Mann Ulf das Schönecker Zigarren- und Heimatmuseum betreibt.

"Vorbild bei der Vereinsgründung war der Heimatverein Zwota", sagte Ralf Edler. Durch die Theaterarbeit hat er längst auch einen guten Draht nach Zwota und zum Heimatverein Topas in Tannenbergsthal. Diese Zusammenarbeit soll ausgebaut werden. Die Sagentruppe, der Mitglieder aus Zwota, Klingenthal und Tannenbergsthal angehören, wird mit dem Schönecker Verein am 13. August zur 650-Jahr-Feier ein Programm im Stadtpark gestalten.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...