Radbus: Problem mit E-Bikes

Auf dem Fahrradmarkt ist die Entwicklung rasant. Der Freizeitbus mit Radanhänger im Vogtland ist jedoch der alte. Das kann für lange Gesichter sorgen, wie ein Leser schildert.

Markneukirchen.

Günter Keßler aus Markneukirchen ist Freizeitradler. Er und vier weitere Mitstreiter - allesamt im Rentenalter - wollten vorigen Samstag auf Tour gehen: vom Klingenthal zum Auersberg und zurück. Für die Strecke bis zum Einstieg hatten sich die Obervogtländer den Radbus als Transportmittel ausgeguckt. Doch als der anrollte, sei die Enttäuschung groß gewesen, schreibt Keßler an die "Freie Presse". Denn es gab ein Problem. Die Befestigungstechnik im Anhänger passte nicht zu den E-Bikes der Radler. "Wir sahen uns schon genötigt, eine Ausweichtour ohne Radbus zu unternehmen. Nur dem guten Willen des Busfahrers ist es zu verdanken, dass wir die geplante Tour doch noch unternehmen konnten, indem er uns in den Fahrgastraum aufnahm", schildert Keßler. "Zum Glück stiegen keine weiteren Radfahrgäste zu." Doch das Problem im Allgemeinen gibt dem Mann aus Markneukirchen zu denken. "Will man den Tourismus in unserer wunderschönen Region voranbringen, so ist es auch notwendig, die dazugehörigen Rahmenbedingungen zu schaffen."

Ein Radanhänger, der nicht für E-Bikes taugt - was sagt ÖPNV-Chef Thorsten Müller als Verantwortlicher? Er kennt das Thema. Aber: "Die letzten Jahre der Entwicklung bei den Radherstellern haben gezeigt, dass die Fahrradrahmen, E-Bikes insbesondere, doch Formen angenommen haben, wo die universellen Befestigungssysteme auf unseren Radanhängern nicht mehr nachkommen", erklärt Müller. Die Schwierigkeit der Radbefestigung auf den Anhängern liege oft an den Befestigungsmöglichkeiten des Rades selbst. Formell hat sich der ÖPNV abgesichert und seine Beförderungsbedingungen für den Fall von Problemen entsprechend formuliert.

In der Praxis setzt Müller auf Augenmaß. "Es muss den Gegebenheiten entsprechend die richtige Transportart gewählt werden. Im angeführten Beispiel war die Lösung, das Rad im Bus unterzubringen - gut so." Das kann die Lösung sein, muss aber nicht. Müller: "Die Entscheidung trifft der Busfahrer im Sinne der Fahrgastsicherheit."

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