Rätselraten um "Feinkonzept"

Der Stadtrat berät am heutigen Dienstag über weitere Details des Städtebaulichen Entwicklungskonzepts. Das Thema klingt im Vorfeld geheimnisvoll.

Klingenthal.

Städtebauliches Entwicklungskonzept (Feinkonzept) "Kernstadt SOP1" Klingenthal - dieser Punkt steht am heutigen Dienstag auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung. Worum es dabei im Detail geht, ist im Vorfeld nicht ersichtlich. Die entsprechenden Beratungsunterlagen erhalten die Stadträte diesmal erst als Tischvorlage in der Sitzung.

Offen ist damit, ob es dabei auch um die seit Jahren diskutierte Zukunft der fast leer stehenden Gebäudezeile an der Graslitzer Straße geht. Schon im Mai 2018 hieß es im Stadtrat, dass ein Abriss eine Option für die Klingenthaler Wohnungsgesellschaft (Woge) sei. Dort könnte dann ein Mehrfamilienhaus errichtet werden. Der Hintergrund für die Pläne: Im Klingenthaler Stadtzentrum fehlt es an sanierten Wohnungen. Aus städtebaulicher Sicht, so sagte damals Oberbürgermeister Thomas Hennig (CDU), wäre der Abriss der historischen Gebäude eine Katastrophe, aus wirtschaftlicher Sicht würde es jedoch ein Segen für die städtische Wohnungsgesellschaft sein.

Der Stadtrat hat übrigens, was durch die Coronapandemie scheinbar weit in den Hintergrund gerückt ist, erst im Dezember 2019 die Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts beschlossen, das den Rahmen für die nächsten 15 Jahre abstecken soll.

Im Bereich Tourismus plädiert der Stadtrat für die Errichtung eines Besucher-Informationszentrums in der Vogtland-Arena mit Multifunktionssaal, Ausstellung zum Wintersport und gastronomischer Versorgung. Angedacht ist auch die Erweiterung des freizeitsportlichen Angebots mit Hochseilgarten und ganzjährig nutzbarer Eissportanlage.

Dass das über 150 Seiten umfassende Papier bislang kaum bekannt ist, zeigte sich im Juni zur Sitzung des Ortschaftsrates Mühlleithen. Dort wurde ein Konzept gefordert, das kurz-, mittel- und langfristige Vorhaben beinhalten soll, wie der Tourismus im Aschberggebiet aktiviert werden kann.

Besagtes Konzept des Stadtrates sieht beispielsweise für Mühlleithen den Ersatzneubau des Skilifts mit Erweiterung durch einen Ski-Zauberteppich vor. Weiterer Punkt ist die Herstellung einer ganzjährig nutzbaren Skating-/Rollerstrecke am Kiel mit Beschneiungs- und Beleuchtungsanlage. Zur grenzüberschreitenden Weiterentwicklung der gesamten Aschbergregion ist zudem noch immer der Bau einer Seilbahn von Klingenthal zum Gipfel des Aschbergs im Gespräch.

Termin: Die Sitzung des Stadtrat am heutigen Dienstag findet im Sitzungssaal des Rathauses statt und beginnt 18 Uhr. Auf der Tagesordnung steht dabei auch eine Bürgerfragestunde. Gästen wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung empfohlen.

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