Sägewerk Krause: Institution verschwindet aus dem Schönecker Stadtbild

Die Abrissbagger sind schon da - und die Tage der Gebäude des Schönecker Sägewerkes gezählt. Seit über 130 Jahren war die Anlage in Besitz der Familie Krause. Rudolf Krause hatte es 1888 übernommen. Er übergab es dann an Johann Krause und der wiederum an seinen Sohn Eberhard. Auf dem Areal des Sägewerks befanden sich auch die Wohnungen der Gespannführer und Kutscher sowie Ställe für die Pferde. Eberhard Krause, der letzte Eigentümer, weiß noch aus eigenem Erleben, dass einst auch das Futter für die Tiere zum großen Teil selbst angebaut wurde. "Die starken Pferde, die tagsüber im Wald zum Rücken des Holzes im Einsatz waren, die hatten abends einen Riesenhunger. Was die für Mengen an Rüben gefressen haben, das glaubt man kaum", erzählte er. Die in die Jahre gekommene Anlage war allerdings zuletzt nicht mehr konkurrenzfähig, auch nach der Übernahme durch die Raiffeisen-Handelsgenossenschaft änderte sich die Situation nicht. Nach dem Abriss der Anlagen soll auf dem Areal ein Wohngebäude entstehen. Eberhard Krause war übrigens vor fast 60 Jahren Weihespringer auf der nach einem Sturmschaden wieder aufgebauten Erich-Popp-Schanze. Am 21. Februar 1960 sprang er dort 45,5 Meter. Auf einer Veranstaltung 2009 im Bürgerhaus zum Jubiläum "100 Jahre Skisport in Schönecker Skisport" kommentierte er das mit den Worten: "Schon damals scheint der Kachelmann für das passende Wetter gesorgt zu haben. Ansonsten war es ein ganz normaler Sprung gewesen". (tm)

Bewertung des Artikels: Ø 4 Sterne bei 1 Bewertung
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...