Stadt investiert in Grundschule

Klingenthal greift nach Geld aus einem Freistaat-Topf. Weil Eile geboten ist, schob der Stadtrat eine Sonderschicht.

Klingenthal.

Mit Geld aus dem Invest-Programm des Freistaates für Schulen will die Stadt Klingenthal unter anderem den Heizkessel in der Grundschule auf dem Amtsberg erneuern. Das hat der Stadtrat auf der Sondersitzung am Mittwoch beschlossen. Insgesamt belaufen sich die geplanten Maßnahmen auf rund 113.000 Euro. Dazu erhält Klingenthal rund 84.900 Euro Fördermittel, mehr als 28.000 Euro wird die Stadt dazugeben.

Die Sondersitzung machte sich notwendig, weil die Projekte bis zum 17. August beim Vogtlandkreis angemeldet werden müssen. "Sonst droht der Anspruch auf Förderung zu verfallen", erläuterte Bürgermeister Thomas Hennig (CDU). Er richtete in dem Zusammenhang deutliche Kritik an den Freistaat. Obwohl nach seinen Worten das Invest- Programm seit Langem bekannt ist, hat das Kabinett in Dresden die dazu nötige Verwaltungsvorschrift erst am 26. Juni beschlossen - eine Woche vor Ferienbeginn.

Das Vogtland bekommt über das Programm für den Schulbereich rund 11 Millionen Euro, davon gehen 65 Prozent an die Kommunen und 35 Prozent an Einrichtungen des Landkreises. "In der Ferienzeit verlässliche Zahlen zu erfassen und eine Verteilung war eine Sisyphusarbeit", so Hennig, der als Vorsitzender des Städte- und Gemeindetages den Löwenanteil der Arbeit erledigte. Eine Woche nach Beginn des neuen Schuljahres müssen die Anträge mit Beschluss des Stadt- oder Gemeinderates eingehen.

Nach dem 17. August erfolgt die Prüfung der Maßnahmen durch den Vogtlandkreis und das Kultusministerium. Wenn sie bestätigt werden, können die Kommunen bis 31. Dezember das Geld beantragen.

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