Techno im Bahnhof: Club Trafo in der Schwebe

Gebäude wird nicht länger mit Streckenstrom der Bahn versorgt - Neue Stromverbindung kostenaufwendig

Oelsnitz.

Der Club Trafo, Techno-Disco in Oelsnitzer Bahnhofsgebäude, steckt in Schwierigkeiten. Das bestätigen die Club-Macher der "Freien Presse". "Der Club befindet sich gerade in der Schwebe aufgrund von verschiedenen Steinen, die uns in den Weg gelegt werden, sei es das Abstellen des Stroms und der Aufruf hoher Summen für die Ersetzung der Stromzuleitung", erklären sie auf Anfrage.

Um was es konkret geht, erklärt Michael Fritzsch, Geschäftsführer der Stadtwerke Oelsnitz. Demnach hing das Bahnhofsgebäude bislang am Streckenstrom der Bahn. "Die Bahn ist ein eigenständiger Netzbetreiber", sagt Fritzsch. "Allerdings darf und will die Bahn den Strom nicht an Dritte verkaufen." Deshalb sei die Stromversorgung des Bahnhofsgebäudes gekündigt worden. Das Haus selbst befindet sich seit 2003 in Privathand. Um das Gebäude wieder ans Netz zu bringen, müsste eine Verbindung mit Infrastruktur der Stadtwerke Oelsnitz hergestellt werden. "Wir müssten einen neuen Anschluss legen", sagt Fritzsch. Die Kosten beliefen sich dabei auf mehrere Tausend Euro. Wie es weitergeht, ist deshalb unklar. Der Club, der zudem mit Einbrüchen zu kämpfen hatte, sucht daher nach Alternativen. "Die Trafo-im-Exil-Party ist unser neues Projekt, was gerade erst startet und demnächst in Jena, Leipzig und anderen Standorten erweitert wird. Wir wollen damit weiter unserer Linie treu bleiben und die Subkultur schützen", wie informiert wird. Der Club hatte im Herbst 2017 eröffnet. (tb)

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