Was bleibt, sind viele Erinnerungen

Der Klingenthaler Ski- läufer, Fotograf und Maler Enno Röder ist im Alter von 83 Jahren in Chemnitz verstorben.

Klingenthal/Chemnitz.

Die Olympischen Spiele 1960 in Squaw Valley (USA) und 1964 in Innsbruck (Österreich) erlebte Enno Röder als Aktiver, ebenso die Weltmeisterschaften 1958 in Lahti (Finnland), 1962 in Zakopane (Polen) und 1966 in Oslo (Norwegen). 13-mal war er Deutscher Meister im Langlauf, davon siebenmal mit der Staffel.

Der Klingenthaler war eine Institution im Skisport - und blieb es auch nach seiner aktiven Laufbahn. Da arbeitete er als Objektivierer beim Sportclub Dynamo. Dahinter verbirgt sich eine etwas komplizierte Berufsbeschreibung. Der Klingenthaler Gerhard Hochmuth hatte als Professor an der DHfK in Leipzig Bahnbrechendes für die Sportwissenschaft geleistet. Zunächst mit Foto- und dann mit Videotechnik wurden durch die Objektivierer Bewegungsabläufe auf der Schanze und in der Loipe analysiert. Was heute für jeden Trainer unverzichtbar ist, steckte damals noch in den Kinderschuhen. Enno Röder baute es mit auf. Nebenher hatte der gelernte Werkzeugschlosser nach Ende seiner sportlichen Laufbahn an der Volkshochschule die 10. Klasse nachgeholt und einen Berufsabschluss als Fotograf gemacht. Einen Fotoapparat hatte er schon als Aktiver immer dabei gehabt.

Als Vorruheständler fotografierte er ab 1990 für die regionalen Tageszeitungen und begann unter Anleitung des Freundes Rolf Beyer mit dem Malen. Als Mitglied der Klingenthaler Bilderwerkstatt zeigte er seine Arbeiten auf zahlreichen Ausstellungen, darunter auch 2013 in der italienischen Partnerstadt Castelfidardo.

Vor wenigen Tagen ist der Vater von drei Kindern und Opa von fünf Enkeln in Chemnitz verstorben. Enno Röder wurde 83 Jahre alt.

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