Corona-Hilfe: Knapp 90 Bundeswehr-Soldaten im Vogtland im Einsatz

Sie unterstützen in der Coronapandemie die Einsatzkräfte in der Region an verschiedenen Stellen. Die vogtländische Kreisbehörde zog jetzt ein erstes Fazit.

Plauen. Wirksame Unterstützung erhalten derzeit einige der von der Coronapandemie am schwersten betroffenen Einrichtungen im Vogtlandkreis. Zu ihnen gehören neben dem Gesundheitsamt der Kreisverwaltung insgesamt sechs Seniorenheime und das Helios Vogtland-Klinikum Plauen. Das nunmehr auf 88 Bundeswehrsoldaten angewachsene Kontingent verstärkt bis auf Weiteres an diesen Stellen mit wichtigen logistischen und Betreuungsaufgaben die Teams.

Ein erstes Fazit nach einem Monat der Zusammenarbeit zieht Karsten Kramer, persönlicher Referent des Landrates und Koordinator seitens der Kreisbehörde: "Mit ihrem engagierten Einsatz tragen die Bundeswehrsoldaten in diesen Tagen maßgeblich dazu bei, personelle Lücken bei der Betreuung vogtländischer Senioren oder Kranker zu schließen. Gleiches gilt für die Bewältigung der Corona-Meldedaten im Gesundheitsamt."

Der Einsatz der Soldaten erfolgt auf Grundlage des Artikel 35, Absatz 1 des Grundgesetzes. Fleißig, immer einsatzbereit und auf Wochenenden verzichtend, leisten die Kameraden derzeit Beachtliches, so die Einschätzung der Kreisbehörde. "In sehr kameradschaftlicher und konstruktiver Zusammenarbeit mit Oberstleutnant d. R. Torsten Löwe und Oberstleutnant d. R. Ronny Kaiser koordinieren wir seit dem 1. Dezember zum Beispiel den Corona-Hilfestab im Bereich des Gesundheitsamtes. Dieser ist inzwischen auf 35 Kameraden angewachsen", so Karsten Kramer. Mit den beiden Bundeswehr-Reserveoffizieren stehen Kramer zwei erfahrene Experten zur Seite. "Als Schnittstelle zwischen den Kameraden und dem Landkreis kann ich mich uneingeschränkt auf die Unterstützung der beiden altgedienten Offiziere verlassen", resümiert Kramer die ersten Wochen der gemeinsamen Arbeit. Dies reiche von der Begrüßung neuer Helfer aus den Reihen der Armee bis hin zu deren Einsatzplanung.

Laut Kramer ziehen auch die Kollegen des Gesundheitsamtes ein durchweg positives Zwischenergebnis. Für sie und ihre Bundeswehr-soldaten aus dem thüringischen Bad Frankenhausen stehe in diesen Tagen die zeitnahe Erfassung und Meldung der Infiziertenzahlen an vorderster Stelle. (fp)

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11 Kommentare
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  • 1
    1
    stiggi
    12.01.2021

    Die Unterstützung ist schon mal sehr gut und dafür gilt es der Bundeswehr auch mal Danke zu sagen.

    Im Beitrag vom MDR waren die Soldaten bei der Einrichtung ihres Büros zu sehen. Die Tische standen im Viereck zusammen. Was ich nicht verstanden habe war, dass die vier Personen sich alle gegenüber saßen.

    Gibt es eigentlich auch Homeoffice-Möglichkeit im Landratsamt? Oder ist da jeder Arbeitsplatz an Papier gebunden?