Neuer Spielplatz an der Tischerstraße eröffnet

Nach einem Jahr Bauzeit: Plauens Nachwuchs hat eine weitere Spielfläche erhalten. Das eingezäunte Areal ist schon jetzt ein Stadtteilmagnet.

Plauen.

Die Umgestaltung des vormals etwas düsteren Spielplatz- Areals an der Tischerstraße in eine große und offene Freifläche ist geschafft. "Damit wird die Wohngegend in jeder Hinsicht aufgewertet", sagte Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) bei der Eröffnung am Freitagnachmittag. Die Einweihung ging zum Beispiel mit einem Tischtennisturnier, Riesenseifenblasen, selbst gefertigten Obstspießen und frisch gebackenem Kuchen über die Bühne.

Dafür, dass die Wohngebiets- Party so bunt war, sorgten vor allem die ansässigen Kinderklubs und -vereine. Mit dabei waren die Mobile Jugendarbeit (MJA), das Familienkompetenzzentrum Jule, der Kinderland-Verein, der Verein Zeit für Kids und eine Klasse des Beruflichen Schulzentrums (BSZ) Anne Frank.


Die 20 angehenden Erzieher des BSZ hatten ein umfangreiches Angebot für die jüngsten Besucher vorbereitet. Kinder wurden geschminkt und Körper bemalt, es gab verschiedene Bastelangebote sowie einen Geschicklichkeits-Parcours mit Einbindung einzelner Spielgeräte. Von denen war eines toller als das andere: Nestschaukel, Bobbycar-Bahn, Rutsche und Klettergerüst gehören nun ebenso zum neuen Spielplatz wie eine mit Wimpelketten behangene Verbindungstreppe zur Reißiger Straße und ein robuster Zaun.

"Die Einzäunung war wichtig, denn es hat früher immer mal gefährliche Situationen an der viel befahrenen Straße gegeben", so Kerstin Kunze, Streetworkerin der MJA. Sie begleitet die Tischerstraßen-Kids seit Jahren. Viele davon hätten selbst schon Nachwuchs. Ihr Geld habe damals nicht locker gesessen und tut das auch heute nicht. Einfach gehe es nicht zu im Viertel, so Kunze, obwohl sich der Stadtteil zwischen Zentrum und Preißelpöhl auch mit Hilfe aus dem Städtebauprogramm Östliche Bahnhofsvorstadt in jüngster Zeit herausgeputzt hat. "Die Fahrbahnen und Gehwege sind saniert worden, und die Leute haben gleich ihre Häuser mit frischer Farbe versehen", stellte Stadtchef Oberdorfer mit zufriedenem Blick in die Straßenreihen fest.

Auf 400.000 Euro beliefen sich die Gesamtkosten für den Spielplatz, so der Oberbürgermeister. Das Land Sachsen und der Bund steuerten zwei Drittel bei, der Rest kommt aus dem Stadtsäckel. "Nun müssen wir darauf achten, dass Vandalismus nicht wieder alles zunichte macht", sagte der OB.

Bereits vor der offiziellen Einweihung warteten Anwohner - mit und ohne Kinder -, um auf das Gelände zu gelangen. Kein Zweifel: Die Fläche hat sich schon jetzt zum Stadtteilmagneten entwickelt. Für Gemütlichkeit sorgen zehn Metallbänke und Bäumchen am Spielplatzrand. "Wie hübsch doch alles geworden ist", freute sich Christa Hujak aus Oelsnitz mit Urenkelin Vanessa. Die tanzenden Hortkinder der Karl-Marx-Grundschule, die Mädchen und Jungen der Kita Kosmonaut, die Ranch Line Dance Kids und nicht zuletzt der schlagfertige Plauener Clown Jens Bühring vom Kinder-Chaos-Zirkus sorgten mit ihren Programmen für noch mehr gute Laune bei den Besuchern.

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