Trockenheit macht Syrauer Mühle zum Saisonstart zu schaffen

Nur vier Mal im Jahr bietet sich Ausflüglern dieses Bild: Die Ruten der Windmühle bewegen sich. Doch am Ostermontag wäre das fast missglückt.

Syrau.

Es tackerte und rüttelte, ächzte im Gebälk, aber dann setzten sich die mehr als acht Meter langen imposanten Flügel der Syrauer Windmühle doch wieder in Bewegung. Sie drehten sich sogar stundenlang. Und das, obwohl die trockene Luft der vergangenen Tage die Ruten des technischen Denkmals am gestrigen Ostermontag fast zum Stillstand verdonnert hätte. Denn in der rekonstruierten Bockwindmühle auf der Anhöhe in Richtung Fröbersgrün greift ein Rad ins andere.

"Hier ist alles miteinander verkeilt", sagt Heidrun Bauer, Leiterin des Eigenbetriebs Drachenhöhle-Windmühle Syrau. Sobald sich ein Keil aufgrund von Trockenheit lockert, muss einer der Mühlenfreunde mit ein paar Hammerschlägen nachhelfen. So geschah das auch gestern. Danach drehte sich die Mühle munter weiter, und die vielen Besucher, vor allem Familien, die extra zum ersten Flügeldrehen der Saison pilgerten, kamen auf ihre Kosten.


Bei herzhafter Müllerburschensuppe, Speckfettbrot und Muffins sowie einem kühlen Getränk rastete auch mancher Radfahrer. Monika und Klaus Brand aus Oelsnitz waren mit E-Bikes im sogenannten Mühlenviertel unterwegs und machten an der Windmühle Station. "Obwohl Syrau so nah ist, waren wir noch nie hier. Es ist eine tolle Landschaft mit super Radwegnetz. Gefällt uns richtig gut", so die Vogtländer. Aus der Nähe von Ilmenau wiederum stammt Familie Krannich. Sie macht derzeit an der Talsperre Pöhl auf dem Campingplatz Osterurlaub. "Die Windmühle haben wir bei unserer Anreise schon von der Bundesstraße aus gesehen", berichtete Vater Steve. Gemeinsam mit Ehefrau Sara und den Kindern Levi (10), Pauline (6) und Louis (4) ging es am Vormittag erst in die Drachenhöhle, dann ins Café Syrau zum Mittag. An der Pöhl wird diese Woche zudem noch der Geburtstag des Ältesten gefeiert.

Apropos Kindergeburtstag: Vier- bis Zwölfjährige, die ihren Gästen einmal etwas ganz anderes bieten möchten, können das Erlebnisprogramm "Ich möcht so gern mal Müller sein" buchen - in und an der Syrauer Mühle. Die Aktion, bei der zum Beispiel eigenes Mehl gemahlen und Teig für ein Knüppelbrot zubereitet wird, dauert rund zweieinhalb Stunden. "Das ist auch für Schulklassen gut geeignet", empfahl Heidrun Bauer. Maximal 25 Kinder können teilnehmen. Eine Anmeldung unter Telefon 037431 3735 ist erforderlich.

Die Mühlenflügel drehen sich übrigens vier Mal im Jahr. Wer's jetzt verpasst hat, kann sich auf Pfingstmontag, das ist der 10. Juni, freuen.

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